Alters- und Gesundheitszentrum Tägerhalde

Integratives Ensemble

2. Juli 2015

Alters- und Gesundheitszentrum Tägerhalde
2015

Küsnacht ZH
 
Auftragsart
Studienauftrag nach Präqualifikation, 1. Preis 2009

Bauherrschaft
Gemeinde Küsnacht

Architektur
Bob Gysin + Partner BGP Architekten ETH SIA BSA, Zürich

Fachplaner
Landschaftsarchitekt: Rotzler Krebs Partner GmbH, Winterthur
Bauingenieur: Basler & Hofmann AG, Zürich
Haustechnik: Amstein + Walthert AG, Zürich
Lichtplanung: reflexion AG, Zürich
Energie und Nachhaltigkeit: EK Energiekonzepte AG, Zürich
Bauleitung: p-4 AG, Zug
 
Gebäudevolumen
52680 m3
 
Energiestandard
Gebäudestandard 2008 und Minergie-ECO
 
Kunst am Bau
Simone Kappeler, Frauenfeld
Malerische Fotografien von Pfauen und Naturszenen
 
Fotos
Dominique Marc Wehrli, La Chaux-de-Fonds

BGP Architekten haben kürzlich das Alters- und Gesundheitszentrum Tägerhalde in Küsnacht fertiggestellt. Marco Giuliani stellt sich unseren Fragen.

Gesamtansicht. Im Vordergrund der öffentlich zugängliche Schübelweiher

Worin liegt das Besondere an dieser Bauaufgabe?
Die Herausforderung war, ein grosses Raumprogramm städtebaulich in das Einfamilienhausgebiet und die abfallende Topographie zu integrieren. Der Ersatzneubau zeigt in hohem Mass Respekt vor der Weite des Landschaftsraums und der kleinteiligen Nachbarschaft. Durch die ganzheitliche Betrachtung des Gebäudes und seinem Umfeld gelingt es, ein ausgewogenes Volumen-Ensemble zu schaffen, welches die geforderten Nutzungen unterzubringen und die Aussichtsqualitäten des Grundstücks auszuschöpfen vermag.

Offener Innenhof

Inwiefern haben Bauherrschaft, Auftraggeber oder die späteren NutzerInnen den Entwurf beeinflusst?
Dank unserer Erfahrung in der Planung und Ausführung von Alters- und Gesundheitszentren sowie bei Alterswohnungen konnten wir bereits in unserem Wettbewerbsbeitrag die wichtigsten Parameter festlegen. Die Volumetrie, das Raum- und Erschliessungskonzept wie auch die architektonischen und konstruktiven Ansätze hatten während der gesamten Projektentwicklung Bestand und wurden kontinuierlich mit der Bauherrschaft und den Nutzern verfeinert. Die im Wettbewerb als Option vorgesehenen Alterswohnungen wurden aufgrund des Bedarfs in einer wirtschaftlichen und volumetrisch integrativen Weise zeitgleich umgesetzt.

Cafeteria im Erdgeschoss

Beeinflussten aktuelle energetische, konstruktive oder gestalterische Tendenzen das Projekt?
Wie bei allen unseren Projekten ist das nachhaltige Denken ein treibender Motor beim Entwurfs- und Ausführungsprozess. Zusätzlich zu den energetischen Aspekten beschäftigen wir uns auch mit sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Themen. Die statische, konstruktive und haustechnische Grundstruktur ermöglicht eine hohe Flexibilität in der Planung, während des Gebrauchs und für zukünftige Umnutzungen. Bei dieser Bauaufgabe gründete die Entwicklung des Projekts auf den Vorgaben und Überlegungen des Minergie-ECO-Standards. Das wirtschaftliche Kreislaufsystem verbindet hohen Komfort mit niedrigem Energie- und Flächenverbrauch sowie mit tiefen Kosten. Wir legten den Schwerpunkt auf passive Massnahmen, solare Gewinne und optimal aufeinander abgestimmte Systemkomponenten.

Gemeinschaftsbereich in einem Obergeschoss

Welches Produkt oder Material hat zum Erfolg des vollendeten Bauwerks beigetragen?
Die Materialisierung ist im gesamten Projekt reduziert. Abgestimmt auf die jeweilige Nutzung, vereinfacht die minimale Vielfalt den Unterhalt und vermittelt dennoch Grosszügigkeit. Ein besonderer Stellenwert kommt der Küsnachter Lärche zu, die man als Furnier auf den Türen und bei den Wandverkleidungen wiederfindet. Lokal gewonnen und verarbeitet, gibt sie den Räumen eine wohnliche Qualität und knüpft an die Erinnerungen der aus der Region stammenden Bewohner und Bewohnerinnen an.

Situation
Erdgeschoss
2. Obergeschoss
Schnitt

Alters- und Gesundheitszentrum Tägerhalde
2015

Küsnacht ZH
 
Auftragsart
Studienauftrag nach Präqualifikation, 1. Preis 2009

Bauherrschaft
Gemeinde Küsnacht

Architektur
Bob Gysin + Partner BGP Architekten ETH SIA BSA, Zürich

Fachplaner
Landschaftsarchitekt: Rotzler Krebs Partner GmbH, Winterthur
Bauingenieur: Basler & Hofmann AG, Zürich
Haustechnik: Amstein + Walthert AG, Zürich
Lichtplanung: reflexion AG, Zürich
Energie und Nachhaltigkeit: EK Energiekonzepte AG, Zürich
Bauleitung: p-4 AG, Zug
 
Gebäudevolumen
52680 m3
 
Energiestandard
Gebäudestandard 2008 und Minergie-ECO
 
Kunst am Bau
Simone Kappeler, Frauenfeld
Malerische Fotografien von Pfauen und Naturszenen
 
Fotos
Dominique Marc Wehrli, La Chaux-de-Fonds

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