Wohnüberbauung MAX

Wohnüberbauung MAX

12. Juli 2012

Wohnüberbauung «MAX»
2011

Winterthur

Auftragsart
Direktauftrag

Bauherrschaft
Helvetia Versicherungen

Architektur
Dahinden Heim Architekten, Winterthur
Alexander Dahinden, Dieter Haller, Stefan Küffer, Lukas Grossert, Sabine Weiss

Fachplaner
Bauingenieur: Grünenfelder + Lorenz, St. Gallen
HLKS: Schüpbach Engineering AG, Glattbrugg
Elektroplanung: Scherler AG, Winterthur
Bauphysik: Zehnder + Kälin AG, Winterthur
Landschaftsarchitekt: Schweingruber Zulauf, Zürich

Totalunternehmerin
Allreal Generalunternehmung AG, Zürich

Gesamtkosten BKP 1-9
CHF 46.7 Mio. inkl MWST

Gebäudekosten BKP 2
CHF 42.3 Mio. inkl MWST

Gebäudevolumen
87600 m3 (SIA 416)

Kubikmeterpreis
Altbau: CHF 337
Neubau: CHF 537

Energiestandard
Minergie-P

Fotos
Bildraum

Dahinden Heim Architekten haben das Wohn- und Gewerbehaus «MAX» in Winterthur fertiggestellt. Die Architekten wählen zwei Zeichnungen und vier Fotos und beantworten unsere fünf Fragen.

Ansicht Südwest

Worin liegt das Besondere an dieser Bauaufgabe?

Die Wohnüberbauung «MAX» liegt auf dem Areal der ehemaligen Giesserei der Firma Sulzer, die 1993 ihren Produktionsbetrieb eingestellt hat. Heute gehört dieses ganze Gebiet Neuhegi zu den städtebaulichen Entwicklungsgebieten von Winterthur. «MAX» versteht sich ein Stück weit auch als Pioniergebäude und steht für die Weiterentwicklung eines industriegeschichtsträchtigen Quartiers.

Situation Oberi

Welche Inspirationen liegen diesem Projekt zugrunde?

Als wir uns 2003 das erste Mal mit Umnutzungsszenarien des Laborgebäudes 741 und des Bürohochhauses auseinandersetzten, war die industrielle Vergangenheit des Areals allgegenwärtig: Man konnte sich förmlich vorstellen, wie die Arbeiter Tag für Tag von der Bushaltestelle direkt in den unterirdischen Umkleide-Katakomben verschwanden, um wenig später in der Giessereihalle gewaltige Gussteile herzustellen.
Um dem Ort einen Teil seiner Geschichte und Identität zu lassen, war es für uns von Anfang an ein grosses Anliegen, das längliche Laborgebäude und den Büroturm als geschichtliche Zeugen bestehen zu lassen und umzunutzen.

Wohnen Altbau

Inwiefern haben die Bauherrschaft, Auftraggeber oder die späteren NutzerInnen den Entwurf beeinflusst?

Nach den ersten Testplanungen für die Landbesitzerin Sulzer Immobilien trat die Bauherrin und Investorin Helvetia Versicherungen bereits zu einem frühen Zeitpunkt in den Entwicklungsprozess des Projekts ein. Dadurch konnten Zielgruppen für die Vermietung und der daraus resultierende Wohnungs- und Gewerbemix schon in der Anfangsphase eruiert werden. Die Bauherrin war damit auch früh dafür sensibilisiert, dass sich das Projekt auf der städtebaulichen Ebene und in Zusammenarbeit mit dem Amt für Städtebau entwickeln muss. Diesen gemeinsam durchlaufenen Prozess erachten wir bis heute als effektiv und wertvoll.

Wohnen Neubau

Gab es bedeutende Projektänderungen vom ersten Entwurf bis zum vollendeten Bauwerk?

«MAX» hat einen langen Entwicklungsprozess hinter sich. Für das gesamte Gebiet Neuhegi wurden verschiedene städtebauliche Studien und anschliessend das Hybrid-Cluster-Konzept von Dürig Architekten entwickelt, das die Grundlage der darauf folgenden Projektentwicklungen bildet. Das Hybrid-Cluster-Modell regelt Dichte, Verhalten bei Schnittstellen zu Nachbarparzellen, Parzellengrössen und den prozentualen Nutzungsmix. Nach diesen städtebaulichen Leitlinien haben wir auf unserm Baufeld verschiedenste städtebauliche Typologien getestet. Es zeigte sich, dass die U-Form des Neubauteils mit dem Schulterschluss zum Bestandesgebäude 741 einen grosszügigen, ruhigen und identitätsstiftenden Wohnhof entstehen lässt.

Situation Fassade

Gab es bedeutende Projektänderungen vom ersten Entwurf bis zum vollendeten Bauwerk?

«MAX» hat einen langen Entwicklungsprozess hinter sich. Für das gesamte Gebiet Neuhegi wurden verschiedene städtebauliche Studien und anschliessend das Hybrid-Cluster-Konzept von Dürig Architekten entwickelt, das die Grundlage der darauf folgenden Projektentwicklungen bildet. Das Hybrid-Cluster-Modell regelt Dichte, Verhalten bei Schnittstellen zu Nachbarparzellen, Parzellengrössen und den prozentualen Nutzungsmix. Nach diesen städtebaulichen Leitlinien haben wir auf unserm Baufeld verschiedenste städtebauliche Typologien getestet. Es zeigte sich, dass die U-Form des Neubauteils mit dem Schulterschluss zum Bestandesgebäude 741 einen grosszügigen, ruhigen und identitätsstiftenden Wohnhof entstehen lässt.

Situation Schnitt

Wie gliedert sich das Gebäude in die Reihe der bestehenden Bauten des Büros ein?

Unser Büro plant und realisiert seit bald dreissig Jahren vielfältige Bauprojekte. Dabei gehört das Projekt «MAX» sicher zu den grösseren Projekten und steht als Exponent für eine über bald drei Jahrzehnte intensiv betriebene Auseinandersetzung mit dem Thema Wohnungs- und Städtebau.


Wir freuen uns über Ihre Anregungen und Kritiken!

Hof, Ansicht West

Wohnüberbauung «MAX»
2011

Winterthur

Auftragsart
Direktauftrag

Bauherrschaft
Helvetia Versicherungen

Architektur
Dahinden Heim Architekten, Winterthur
Alexander Dahinden, Dieter Haller, Stefan Küffer, Lukas Grossert, Sabine Weiss

Fachplaner
Bauingenieur: Grünenfelder + Lorenz, St. Gallen
HLKS: Schüpbach Engineering AG, Glattbrugg
Elektroplanung: Scherler AG, Winterthur
Bauphysik: Zehnder + Kälin AG, Winterthur
Landschaftsarchitekt: Schweingruber Zulauf, Zürich

Totalunternehmerin
Allreal Generalunternehmung AG, Zürich

Gesamtkosten BKP 1-9
CHF 46.7 Mio. inkl MWST

Gebäudekosten BKP 2
CHF 42.3 Mio. inkl MWST

Gebäudevolumen
87600 m3 (SIA 416)

Kubikmeterpreis
Altbau: CHF 337
Neubau: CHF 537

Energiestandard
Minergie-P

Fotos
Bildraum

Vorgestelltes Projekt

ORIGEN 19º 41' 53'' N

ESCUELA DE INICIACIÓN ARTÍSTICA

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