Foto © Ruedi Walti, Basel
Foto © Ruedi Walti, Basel
Foto © Damian Poffet, Bern
Foto © Ruedi Walti, Basel
Foto © Ruedi Walti, Basel
Foto © Damian Poffet, Bern

Schule und Sport im Ried

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Jahr
2015 - 2020
Bauherrschaft
Gemeinde Köniz / Abteilung für Gemeindebauten
Team
Büning-Pfaue Kartmann Architekten, Grand Paysage Landschaftsarchitektur

Neubau Primarschule und Sportanlagen /.

Die Schul- und Sportanlage entstand im Rahmen einer Neubausiedlung in Niederwangen / Köniz, deren letzte Etappen bis 2028 vollendet und bezogen sein werden: Von der bereits gebauten Ringstrasse aus wächst das künftige Quartier „Papillon“ in die umgebenden Felder. Lang gestreckte Sockel fassen die Wohnbauten zu Zeilen zusammen, die sich vom inneren Ring aus bis zum Waldrand erstrecken und die in ihrer Setzung die weiche Bewegung der Topografie nachzeichnen.

Das Areal der Schul- und Sportanlage liegt zwischen künftigen Zeilenbauten im Osten und den Bauernhäusern des denkmalgeschützten Weilers im Westen. Von der Landorfstrasse im Süden her treten die Sportfelder als Plateaus aus dem nach Norden hin ansteigenden Gelände hervor. Zuoberst, zur Ringstrasse hin, bildet das Dach der vergrabenen Turnhalle den Pausenplatz aus, auf den sich der Winkel des neuen Schulhauses öffnet. Mit seiner bewegten Dachlinie überhöht es die Landschaft und schöpft die jeweils maximale Fassadenhöhe aus.

Das Schulhaus beherbergt 8 Klassen für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren (Basisstufe + Primarstufe) samt deren Räumen fürs Werken, Musizieren und Mittagessen. Die Unterrichtsräume reihen sich entlang der fassadenseitigen Korridore auf, die von Geschoss zu Geschoss die Gebäudeseite wechseln. Das grosse Treppenhaus verbindet diese offenen Gänge, die im Schulalltag erweiterte Lernlandschaft sind; seine nach oben hin aufgelösten Treppenläufe machen das Haus in Querrichtung durchlässig.

Die Klassenzimmer der Jüngsten sind ebenerdig angeordnet und jeweils auf geschützte Aussenräume hin ausgerichtet. Schulleitung, Lehrerzimmer und Hort liegen auf der Pausenplatzebene. Im Obergeschoss blicken die Primarschulklassen auf den Schulhof herunter. Unterm Dach profitieren die Werkräume vom blendfreien Nordlicht der Strassenseite.

Das Schulhaus ist mit seinem Südflügel auf den Nebenräumen zur Sporthalle abgestellt. Auch die Garderoben für das Kunstrasenspielfeld sind hier im Sockel untergebracht. Die Gläser im Plattenbelag der Schulhofebene mit den als Lichthof im Norden und als Eingang im Süden eingeschnittenen Öffnungen der Stirnseiten erlauben Hallenbetrieb ohne Kunstlicht.

Das Dach des Schulhauses ist als vollflächige Solaranlage ausgebildet (110kWp); der Energiebedarf für Heizen und Warmwasser wird über Erdsonden abgedeckt. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung versorgen Schule, Halle und Garderoben.

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