NAVE Schlafhaus, Bregenz/Asturien

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Jahr
1997
Bauherrschaft
CALC

Vorbild und Inspira­tion für das Schlaf­haus ist der «Hórreo», ein vom Erdboden abgeho­benes, kleines Gebäude, das in seiner traditio­nellen Form als Getrei­de­spei­cher diente. Bei dem Entwurf ging es weniger darum, standort­spe­zi­fi­sche Bezüge zur Region Asturien zu schaffen, sondern vielmehr um die typolo­gi­schen Ansätze: Der ellipsoide Baukörper besteht aus einem Holzsteck­system, das leicht zusammen­ge­baut werden kann und wie der Hórreo auf hohen Beinen steht, um unerwünschten Besuchern den Zugang zu erschweren. Betreten wird das Gebäude durch eine heraus­klapp­bare Treppe, die im hochge­zo­genen Zustand den Eingang komplett verschliesst und so für ausrei­chend Privat­sphäre sorgt. Als Skelett dient ein selbst­tra­gendes Holzge­rippe aus sechs Zentimeter dicken Dreischicht­platten, umspannt von Baumwoll­stoff auf welchem ein dreila­giger Anstrich aus Acryllack aufgetragen ist.

Im Zuge der Eröffnung des Kunsthaus Bregenz 1997 liess CALC das Ufo mitten in den Bregenzer Seeanlagen landen. Das NAVE diente als vorüber­ge­hendes Internet-Terminal und Präsen­ta­ti­ons­platt­form. Auf vier Computern konnte die Entste­hung des Schlaf­hauses sowie zahlreiche Arbeiten unterschied­li­cher Künstler abgerufen werden. Nach der Finissage wurde die Stoffhaut des Raumkör­pers zerschnitten und die einzelnen Stücke verkauft. Dadurch konnte der «Flug» des Ufos in seine heutige Heimat Spanien finanziert werden.

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