Neugasse Zürich

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Standort
Zürich

Das Wohn- und Geschäftshaus Neugasse komplettiert einen Baublock im Industriequartier. Zwischen zwei Geschäftshäusern des legendären Architekten Werner Stücheli markiert es die Quartierecke Luisenstrasse / Neugasse und greift tentakelartig in den hochwertigen Bestand. Im Blockinnern birgt es einen der gedrungensten Innenhöfe der Stadt. Die feindetaillierte Glasfassade fügt das Haus elegant in die Baufluchten der Strassenzüge und überrascht mit vielfältigen Raumfolgen erweitert durch Terrassen, Laubengänge und Dachgärten. Den ‚vorgartenlosen’ öffentlichen Raum des Erdgeschosses kompensieren eine neue Wohnstrasse sowie eine ‚innere Vorgartenzone’.

Das Gebäude, eine Ortbetonstruktur mit flexiblen Spannweiten, besteht aus einem Sockel mit Büroraumen der SVA, privater Bar, grosszügigem Wohnentrée, Separée mit Büroeingang sowie einer Hofdurchfahrt mit Schaufenster. Darüber liegt der Aufbau mit 22 individuellen Wohnungen, deren Zimmer zum Hof orientiert sind und von seiner Intimität, Ruhe, Luft und Mikroklima profitieren: Von Seilen wächst ein artenreicher Pflanzenvorhang, der die Fauna und Flora des benachbarten Bahnfelds aufnimmt und erweitert. Die Wohnräume zur Strasse erhalten weiches Nordlicht und ihre Erker und Fensterbänke geben Ausblick ins Quartier.

Eine Treppenserpentine aus rohem Walzstahl verbindet die Wohnungen mit den Bürolandschaften. Die pointillistische Siebbedruckung den Glasfassade mit einer tausendjährigen Eiche verleiht den einzelnen Arbeitsplätzen Diskretion zur Strasse und spielt als Rusticoornament auf den gründerzeitlichen Baustil der Quartiersockel an.

Handwerkliche Varianz und Polychromie des Innenausbaus nehmen die Materialität und Farbigkeit des Kontexts auf. Die Nordorientierung der Glasfassade ermöglicht eine optimale Tageslichtnutzung, balanciert an der Luisenstrasse aber auch Wärmeverluste aus. Die muralen Südfassaden zum Hof optimieren die Raumtemperaturen im Sommer. In den Wohnungen minimieren Bad- und Küchenabluft zusammen mit der Fensterspaltlüftung den Heizenergiebedarf. Durch ein angemessenes und vorausschauendes Budget realisierte die Sozialversicherung in prominenter Nähe zum Bahnhof mittelständisches Wohnen mit fairen Mieten.

Mitarbeiter:

Alexander Schmiedel, Sebastian Müller, Laszlo Blaser, Boris Buzek, Vanessa Danuser, Lorenza Donati, Ursula Doering Harlacher, Daniel Enzensberger, Reimund Houska, Fabian Kiepenheuer, Lorenz Kocher, Antonia Koerfer, Melina Mezari, Ramin Mosayebi, Isa Stürm, Vadim Unger, Urs Wolf, Yangzom Wujohktsang.

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