Foto © Roger Frei
Foto © Mark Röthlisberger, Hochbauamt Kanton Zürich
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Foto © Roger Frei
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Rheinfall Besucherzentrum

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  • Hotellerie + Gastronomie
  • Besucherzentrum
Adresse
Rheinfallweg, 8248 Laufen-Uhwiesen
Jahr
2010
Kosten
1 Mio. – 100 Mio.
Stockwerke
1–5 Stockwerke
Auftragsart

Eingeladener Wettbewerb, 1. Rang

Bauherrschaft
Baudirektion Kanton Zürich, Immobilienamt
Baudirektion Kanton Zürich, Hochbauamt

Das dem Schloss vorgelagerte Besucherzentrum - hervorgegangen aus dem früheren nach Süden erweiterten Personalhaus - ruht zurückversetzt, knapp am Rand des Terrassensockels und eröffnet gegen Südwesten einen grosszügigen Platz als Freilichtbühne für die schnelle Gastronomie. Für die ankommenden Besucher ist die freie Sicht auf die Schlossanlage eröffnet.

Das lang gestreckte einheitlich mit Tonziegeln belegte Satteldach sowie die allseitig glatte Umhüllung der Fassade reduzieren das Bauvolumen auf eine rohe architektonische Primärform. Die brachiale Materialität der Fassadenbleche aus wetterfestem Stahl wird verfeinert durch eine Perforation der Bleche, deren Ausprägung an Stickertücher erinnern. Die aufgefalteten Vordächer in der Süd- und Westfassade enthüllen die Materialität der zweiten dunklen Fassadenebene und erlauben gleichzeitig durch die grossen Verglasungen einen tiefen Blick in die publikumsintensiven Bereiche. Der gleichen Einfachheit verpflichtet sind die mit Lärchenholz ausgekleideten Fensterfutterale, Wandverkleidungen und Möbel des Souvenirladens und des Restaurants.

Die Anordnung der Programmelemente folgt der Regel eines typischen Besuchsablaufs. An vorderster Stelle bei der Ankunft befinden sich die gedeckten Kassen- und Infoschalter sowie der Geldautomat. Unmittelbar danach und räumlich mit den Kassen eine Einheit bildend, folgt der grosszügige und dreiseitig mit Licht durchflutete Souvenirshop. Im darüber liegenden Obergeschoss stemmen wandhohe Fachwerkträger einen geschlossenen Dachraum in die Höhe und bilden auf diese Weise einen geräumigen Mehrzwecksaal, der sich dank eigenem Zugang autark betreiben lässt.

 

Im Erdgeschoss folgt das Selbstbedienungsrestaurant mit Gastraum für die schnelle Verpflegung. Eigentlicher Gastraum ist aber die vorgelagerte Terrasse, die im Norden zusätzliche Sitzplätze mit Sicht zum nahen Kinderspielplatz und hinunter zum Rhein anbietet.

Das allseitig über die Terrasse zugängliche Besucherzentrum ermöglicht die Anordnung der hoch frequentierten öffentlichen Toilettenanlagen auf die bewaldete Ostseite. Ebenso wird mit der Konzentration der Lager- und Technikflächen im Terrassensockel die Dienstebene von der Publikumsebene entkoppelt.

Konstruktiv überlagern sich beim Besucherzentrum im Kern ein Massivbau mit einem Holzständerbau; das Ganze verpackt mit einem Kleid aus wetterfestem Stahl. Die Heterogenität der Geschichte wird so homogenisiert und für den guten Zweck aufbereitet.

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