Foto © Roger Frei
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Müllerplan Stadt Zürich 1793
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Zeichnung © Roger Frei
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Foto © Nik Biedermann
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Foto © Nik Biedermann
Schnitt
Grundriss

Instandsetzung und Umnutzung Gartenpavillon Stockargut

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  • Gemischte Nutzung
  • Universitäten
Jahr
2015

Programm: Pavillon für repräsentative Zwecke
Bauherrschaft: Universität, Hochbauamt Kanton Zürich
Architekten: nik biedermann architekt

Gebäudekenndaten:
Rauminhalt SIA 416: 1610m3
Gebäudekosten BKP 1-9: ca. Fr. 5Mio.

Studienauftrag: 2012, 1. Rang, Ausführung 2013-15

Der 1740 von Johannes Escher Gossweiler erbaute Gartenpavillon im Stockargut, ist der einzige noch erhaltene Zeitzeuge eines barocken Gartenpavillons in der Stadt Zürich. Das Gebäude ist geprägt durch einen überhöhten Mittelbau mit längsachteckigem, prächtigem Hauptsaal unter einem Mansardendach und zwei seitlich angeordneten, eingeschossigen Flügelräumen unter abgewalmten Satteldächern. Es ist Teil des Ensembles auf dem Stockargut und schliesst die auf der südlichen Terrasse vor dem Herrschaftshaus gelegene, axialsymmetrisch angelegte Gartenanlage entlang der Hangkante als Kopfbau gegen Nordwesten ab.

Konzeptionelles Ziel ist, die korridorlose innere Erschliessungsform der grosszügigen Enfilade als charakteristische barocke Raumabfolge wieder erlebbar zu machen und grösstmögliche, zusammenhängende Räume zu schaffen. Zur Stärkung der inneren, räumlichen Symmetrie entlang der Gebäudequerachse, werden in den ursprünglichen - als Pflanzenrefugien genutzten - Flügelräumen neue Raumauskleidungen eingefügt. Dadurch entstehen Verblendungen mit willkommenen raumhaltigen Poché-Schichten, die Nebennutzungen aufnehmen können. Die Wandverblendungen sind nach dem Prinzip von Rahmung und Füllung gegliedert und entsprechend dem Vorbild der Einbauten in der Haupthalle abgeleitet. Dieses Ordnungsprinzip bindet die heterogene Ansammlung von bestehenden und neu hinzugefügten Bauteilen zu einer einheitlichen, starken Raumfassung zusammen. Das Thema der Füllung lehnt sich an die Farbigkeit der Mittelhalle an, dessen Motiv ist aber eine zeitgemässe Interpretation eines stark geometrisierten Musters, das zur beabsichtigten Entstofflichung der eingesetzten Materialien beiträgt. Die hölzernen Bodenbeläge führen das ornamentartige Bild des kleinteiligen Tonplattenbelags in der Mittelhalle fort. Entstehen sollen Arbeitsräume, die als repräsentative, der Mittelhalle untergeordnete «wohnliche» Kabinette, betrachtet werden können und stimmungsvoll beleuchtet sind.

Im UG wird die neue Raumfassung mit dem einfachen Mittel der Farbe auf dem eindrücklich geformten Gewölbe erzeugt und sucht die Stimmung einer Klause. Anders der Dachraum, dort wird die Geometrie des Mansardendaches reflektiert und zeichnet das Bild einer textilen «schinkel‘schen» Zeltfigur ab.

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