Ostfassade Bauprojekt 1903 - Abgebildet mit später entferntem Portico und Uhrturm
Zeichnung © Adolf Asper/nik biedermann architekt
Nordostansicht 2020 - Gebäude in neuem Gewand mit den wirksamen Textil-Markisen
Foto © nik biedermann architekt
Fassadenschnitte Ost- und Westfassade mit Informationen zu den detaillierten Sanierungsmassnahmen
Zeichnung © nik biedermann architekt
Treppenhaus mit ergänzten Steinzeugfliesen und Massnahmen des Brandschutzes und der Raumakustik
Foto © Roger Frei
Korridor neu als separierter Brandabschnitt zum Treppenhaus
Foto © Roger Frei
Adäquate Garderobenanlage punktuell auf den historisch wertvollen Fliesenbelag gestellt
Foto © Roger Frei
Klassenzimmer EG mit freigelegtem Fischgratparkett und komplettiertem Brusttäfer
Foto © Roger Frei
Klassenzimmer OG mit Linoleumbelägen
Foto © Roger Frei
Interpretation der Türfutter mit Vitrine und Technikmöbel für Fenster- und Storensteuerung
Foto © Roger Frei
Wandbrunnen mit Schild als Ausnahme im Brusttäfer der Klassenzimmer
Foto © nik biedermann architekt
Festlicher Singsaal mit Bühne und raumakustisch wirksamem Deckenspiegel unter dem Giebel
Foto © Roger Frei
Räume der Musikschule im UG mit Wandpanelen aus Korkschrot zur Aufnahme der Tieftöne
Foto © Roger Frei
Nachberechnungen zum Dachtragwerk der Turnhalle 1932
Zeichnung © Ing. Bureau A,. Rathgeb
Turnhalle mit neuer Raumschale und freigelegtem Dachtragwerk
Foto © Roger Frei
Garderobenhalle UG
Foto © Roger Frei

Umbau und Instandsetzung Schulanlage Gubel A

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  • Schulen
  • Sporthallen
  • Objects
Adresse
Regensbergstrasse 147, Zürich (ZH)
Jahr
2020
Programm
Gesamtinstandsetzung Primarschule
Bauherrschaft
Stadt Zürich, Amt für Hochbauten
Architekt
nik biedermann architekt
Baumanagement
b+p baurealisation ag
Rauminhalt SIA 416
23‘900m3
Gebäudekosten BKP 1-9
Fr. 18.5Mio.
Planerwahl
2014, 1. Rang
Ausführung
2018-2020

Die Schulanlage Gubel an der Regensbergstrasse in Zürich-Oerlikon ist ein heterogenes Ensemble bestehend aus drei Gebäuden und verbindenden Pausenhallen. Die in wesentlich zwei Etappen entstandene Anlage ist im kommunalen Inventar schützenswerter Bauten und Gär- ten der Stadt Zürich erfasst und liegt mitten in einem Wohnquartier eingebettet am Gubel.

Der Grundstein wurde mit dem Schulhaus Gubel A gelegt, welches 1904 nach Plänen des Architekten Adolf Asper im Heimatstiel entstand. Es dokumentiert beispielhaft die Schulbauentwicklung um die Jahrhundertwende entspre- chend den Vorstellungen des Stadtbaumeisters Arnold Geiser - hohe, gut belichtete, grösszügig dimensionierte Zimmer und Erschliessungsräume. Ausgehend vom Trep- penturm des Schulhauses, verband ursprünglich eine gedeckte Passerelle - heute Pausenhalle - die Turnhalle, welche 1910 vom gleichen Architekten ergänzt wurde. Weitere Interventionen in den 30er- und 70er-Jahren be- günstigen zwar betriebliche Optimierungen, schwächen insgesamt aber die architektonische Hierarchie, den Zu- gang zur Anlage und die Orientierung bis heute spürbar.

Im Rahmen der erneut grosszyklischen Instandsetzung stand aussen die energetische Ertüchtigung der Gebäu- dehülle, der sommerliche Wärmeschutz und die zeitge- schichtliche Interpretation von Fenstern und Markisen im Fokus. Die Summe subtil eingesetzter Dämm-Massnah- men ermöglichte so das Erreichen des Miniergie ECO-Standards.

Im Inneren erfolgten nach konsequenter Freilegung der Raumoberflächen von nicht mehr gebrauchstauglichen Bauteilen, die architektonischen Interventionen im Sinne des noch Vorgefundenen. Dabei erwies sich die reichhal- tige, motivische Eigenheit des Heimatstils als prägende formale Haltung für die gezielten Eingriffe. Betrieblich not- wendige bauliche Ergänzungen erfolgten im Einklang mit dem Bestand als integratives, unscheinbares Weiterbau- en. Dabei wurde durchaus auch in freier Interpretationan an das Handwerk und den währschaften Materialeinsatz vergangener Zeiten angeknüpft und Referenz erwiesen. Bis hin zum Farbkonzept, welches nach Geiser - eine heitere, freundliche Ausgestaltung durch den Gegensatz gut wirkender Abtönungen und Schaffung angenehmer Kontraste - aufgreift und zu einer starken Köhärenz führt.

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