Visualisierung © Imhof & Nyffeler Architekten
Foto © Nik Biedermann
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Wohn- und Bürogebäude „Bolley 33“

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  • Mehrfamilienhäuser
  • Gemischte Nutzung
  • Bürogebäude
Jahr
2002 (2001-2002)

Programm: 12 Eigentumswohnungen ab 150m2, Bürogeschoss
Bauherr: Private Bauherrengemeinschaft „Bolley 33“
Architekten: Nik Biedermann mit Martin Bühler und David Vogt

Gebäudekenndaten:
Rauminhalt SIA 116: 15‘520m3
Gebäudekosten BKP 2: Fr. 10.8 Mio.

Studienauftrag : 2001, 1. Rang, Baueingabe/Kosten 2002

Die Gliederung des Gebäudekörpers schafft Massstäblichkeit und vielfältige Bezüge zur Umgebung. Aussenräume von unterschiedlicher Privatheit und Öffentlichkeit werden architektonisch beschrieben und gefasst. Das Haus verzahnt sich mit der Umgebung und der Topografie. Durch die optimale Ausnutzung der zulässigen Gebäudelängen und der Grundstückstiefe kann sich der Grundriss windmühlenartig über das gesamte Areal entfalten. Die vergrösserten Abstände zu den Nachbargebäuden und die Lage hoch über dem Strassenniveau vermitteln eine villenartige Noblesse. Das Haus fügt sich durch die Gliederung in die körnige Struktur des Quartiers. Die Komposition von drei Wohnungen pro Geschoss um das zentrale Erschliessungselement greift auf die im Quartier vorherrschende Typologie der “Spännererschliessung” zurück und ermöglicht die grosszügige, natürlich belichtete Treppenhalle mit Ausblick in den Garten. Der Zugang zum Gebäude erfolgt entweder direkt und à Niveau über die Bolleystrasse oder über die Gartenseite im Nordosten. Der Zugang an der Bolleystrasse wird durch einen gedrungenen halböffentlichen Vorhof akzentuiert, der durch eine skulpturale Stütze ausgezeichnet ist und sich filterartig zwischen Strasse und Eingangshalle in den Hang schiebt.

Jedes Geschoss besitzt drei unterschiedliche Wohnungsgrundrisse. Damit kann einerseits auf die unterschiedlichen Qualitäten des Grundstücks eingegangen werden, andererseits entstehen individuelle und identitätsstiftende Wohnungen. Die Umsetzung dieser Idee basiert auf dem Konzept, die intimen Räume zu Raumkörpern zusammenzufassen. Sie werden auf den Geschossdecken so zueinander ausgerichtet, dass sich fliessende Räume dazwischen aufspannen und Weitläufigkeit und Grosszügigkeit erzeugen. Dieser Eindruck wird verstärkt durch die filigranen Schiebeelemente auf der äusseren Terrassenflucht. So wird der Aussenbereich räumlich in die Wohnung miteinbezogen. Die Mehrzahl der Nassräume ist natürlich belichtet und belüftet. Die Verkehrsflächen innerhalb der Wohnungen sind zugunsten der Wohnbereiche minimiert. Zimmer und Bäder sind jeweils über einen Vorraum erschlossen. So entstehen grosszügig bemessene Wandflächen für eine optimale Möblierung. Innerhalb der Raumkörper kann die Raumgrösse den individuellen Bedürfnissen angepasst werden (unter Berücksichtigung der vorgegebenen Steigzonen).

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