Ersatzneubauten Wohnsiedlung Letzigraben

Zürich
Visualisierung © Chebbi I Thomet I Bucher Architektinnen AG
Visualisierung © Chebbi I Thomet I Bucher Architektinnen AG
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Zeichnung © Chebbi I Thomet I Bucher Architektinnen AG
Zeichnung © Chebbi I Thomet I Bucher Architektinnen AG
Zeichnung © Chebbi I Thomet I Bucher Architektinnen AG
Zeichnung © Chebbi I Thomet I Bucher Architektinnen AG
Architekten
Chebbi | Thomet | Bucher Architektinnen AG
Stockwerke
5–20 Stockwerke
Bauherrschaft
Siedlungsgenossenschaft Eigengrund Zürich

Projektwettbewerb 2012, ohne Rang

Städtebau und Freiraumgestaltung
Mit der Parkanlage Heiligfeld im Südosten und dem Freibad Letzigraben im Nordwesten kommt die neue Siedlung in einem der schönsten Grünräume des Quartiers zu liegen. Um diese Qualitäten für jede Wohnung erlebbar zu machen und den Ort weiter zu verdichten, wird eine Lösungsansatz im Sinne einer differenzierten Bauweise in Anlehnung an die bestehende Überbauung Heiligfeld vorgeschlagen. Ein kammartiges in der Höhe gestaffeltes Volumen an der Letzigrabenstrasse konzentriert die Baumasse entlang des Parkrandes. Die Nordwestfassade folgt der Baulinie und definiert den Strassenraum. Im Gegensatz dazu verzahnt sich im Südosten der Baukörper durch drei vorstehende Gebäudeflügel mit dem Park. Die gewünschte Durchlässigkeit wird durch die differenzierte Höhenentwicklung und die seitlichen Anschlussstellen an den Parkraum gewährleistet. Auf diese Weise integriert sich der Neubau in das bestehende städtebauliche Konzept des Steinerplans. Zusammen mit den Hochhäusern und den Zeilenbauten aus dern 50er Jahren entsteht mit dem grosszügigen Parkraum ein zusammenhängendes Ensemble.
Der grosszügige Freiraum entlang der Letzigrabenstrasse wird als Teil des durchfliessenden Grünzugs betrachtet und entsprechend mit grossstämmigen Parkbäumen bepflanzt. Die Allee an der Strasse bleibt erhalten und Lücken werden mit neuen Alleebäumen ergänzt. Eschen markieren die einzelnen Hauseingänge und bereichern diese mit ihrem malerischen Wuchs und den feinen, gelben Blütenständen im Sommer. Solitärsträucher im Vorgartenbereich und in den Höfen über der Tiefgarage betonen mit ihren Blüten, Fruchtschmuck und Herbstfärbung die unterschiedlichen Jahreszeiten. 
Durch die zwei offenen, platzartigen Aufweitungen in den Höfen, wird zum Verweilen und Begegnen der Bewohner eingeladen. Fusswege verbinden die Höfe miteinander und mit dem Wegnetz des Parks. Kleine Plätze, werden wie Inseln in den Freiraum gestreut und an das Wegnetz angebunden. Diese bieten geschützte Rückzugs-, Aufenthalts- und Spielräume. 
Ein grosszügiger Freiraum für Spielen und Aufenthalt gliedert sich direkt an den Innenraum der Kita an. Analog ordnet sich an den Räumen der Geschäftsstelle eine Freifläche mit Blick in den Park an. Eine direkte Verbindung zwischen Innen- und Aussenraum wurde auch für den Gemeinschaftsraum geschaffen. Mit der Neugestaltung des Freiraumes wird für die verschiedenen Nutzerinnen und Nutzer eine Vielzahl von unterschiedlichen Aufenthalts- und Erlebnisbereichen geschaffen. 

Erschliessung und Typologie
Die Erschliessung der Wohnzugänge, der Kinderkrippe und der Geschäftsstelle erfolgt von der Letzigrabenstrasse. Jedes Treppenhaus verfügt über einen direkten Bezug zum davorliegenden Hofraum und zum Park. Die Aufgänge werden im Erdgeschoss durch einen gedeckten Bereich miteinander verbunden. Die grossen Eingangshallen können bei Regenwetter auch als Spielbereiche benutzt werden. Im nördlichen Hausflügel ist die Geschäftsstelle, im südlichen die Kinderkrippe untergebracht. Der mittlere Gebäudeteil beherbergt die erste Wohnung, welche als Wohngemeinschaft konzipiert ist. Ein Teil der Veloabstelllplätze befindet sich im Haus zusammen mit den Kinderwagenräumen. Zusätzlich runden drei Ateliers das Angebot ab.
Vom ersten Obergeschoss bis ins vierte Obergeschoss erschliessen drei Vierspänner und zwei Zweispänner 16 Wohnungen pro Geschoss. Ab dem fünften Obergeschoss löst sich das Volumen auf, die Gebäudestaffelung findet seinen Abschluss im siebten Obergeschoss in sechs Duplexwohnungen. 
Alle Wohnungen sind mehrfach ausgerichtet und verfügen südseitig über einen Wohnbereich mit Balkon zum Park. Durch ihre spezifische Lage im Haus unterscheidet sich die Charakteristik der Wohnungen. Geniessen die Wohnungen in den Flügeln eine zweiseitige Orientierung zum Hof und zum ruhigen Park, profitieren die Wohnungen im Riegel vom Durchwohnen auf beide Seiten. Die grossen Familienwohnungen im Gelenk mit Ost-West-Ausrichtung erhalten zudem auf der Strassenseite eine doppelgeschossige Wohnküche, welche durch die Sicht ins Weite zum intimen Hofraum kontrastiert. Die Parkwohnungen sind mit klar getrenntem Schlaf- und Wohnbereich angelegt. Wobei bei der Vierzimmerwohnung ein Zimmer dem Wohnbereich zugeordnet ist. Küche und Wohnen können getrennt oder offen konzipiert werden. Auch im Riegel sind Schlafzimmer mit Nasszellen zusammengefasst. Die Erschliessung ist jedoch fliessender und führt auch mal durch den Wohn- oder Essbereich. Dadurch entstehen unterschiedliche Raumgruppen und Aufenthaltszonen. Die Lärmproblematik an der Letzigrabenstrasse wird durch seitliches Entlüften auf kleine Loggiaräume gelöst, welche für die Küchen auch einen praktischen Nutzen aufweisen. Die 2.50m tiefen Balkonschichten sind an der Südostfassade durchgehend angeordnet. Aussenschränke zonieren die Bereiche zum Nachbarn. 
Vom sechsten ins siebente Geschoss finden sich zweigeschossige Wohnungen, welche über eine interne Treppe erschlossen werden und so ebenfalls von der einmaligen Lage im Park profitieren.
Gesamthaft werden 95 Wohnungen angeboten, wobei im Erdgeschoss eine Wohngemeinschaft mit sechs Zimmer angedacht ist, welche auch zu zwei konventionellen 2- und 4-Zimmerwohnungen umgeplant werden könnte. Die neun separaten Zimmer mit Nasszelle werden hofseitig integriert. Hier zeigt sich die Flexibilität des Regelgrundrisses, welcher unterschiedliche Wohnungsgrössen zu kombinieren vermag. 

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