Neubau Labor- und Bürogebäude HPQ der ETH Zürich

Zürich
Aussenansicht: Die Empfangshalle gliedert sich im Erdgeschoss auf zwei Etagen. Sie gibt den Blick zum Flora Ruchat Garten frei und versammelt die öffentlichen Nutzungen von Lehre, Cafeteria und Mensa.
Situationsplan: Das Gebäude spannt als vermittelndes Element von der Strasse zum Flora Ruchat Garten. Dieser wird sorgfältig erweitert und dient als hochwertiger Grünraum am Hönggerberg.
Die klare vertikale Dreiteilung zeigt die verschiedenen Funktionen: Obergeschosse mit Büros und kleinen Labors, im Sockel Empfang und Gastronomie und in den UGs hochsensible Forschungslabore.
Zwischen Foyer und Garten befindet sich in der Empfangshalle Gastronomie und Aufenthalt. Eine versenkbare Fensterfront öffnet das Haus und die Cafeteria in den Garten.
Tragstruktur
Labore auf der Bodenplatte
Architekten
ilg santer architekten
Jahr
2016-2025
Kosten
1 Mio. – 100 Mio.
Stockwerke
5–20 Stockwerke
Bauherrschaft
ETH Zürich
Team
Generalplaner ARGE Ilg Santer + Hämmerle Partner

Für die Physikabteilung der ETH Zürich wird zwischen der Architekturabteilung und dem HIT-Gebäude ein Neubau erstellt. Auf einem Drittel oberirdischer und zwei Dritteln unterirdischer Fläche entstehen Büro- und Lehrräume sowie hochsensible Labore für ca 400 – 500 Forscher und Studenten.

Das Volumen des Neubaus HPQ orientiert sich an dem Masterplan „Campus Hönggerberg 2040“. Der Baukörper vervollständigt die Fassadenflucht des geplanten Boulevards an der Wolfgang Pauli-Strasse. Mit der Übernahme der Gebäudeflucht des HIL entsteht aus dem Flora Ruchat Garten eine zusammenhängende Grünanlage zwischen den Bestandsbauten.

Die präzise Setzung schafft eine klare Gliederung in Boulevard- und Gartenseite. Das langrechteckige Volumen reflektiert zusammen mit dem grosszügigen Grünraum die Charakteristiken des Städtebaus von A. Steiner unter heutigen Prämissen.

Die architektonische Ausformulierung des Gebäudes knüpft abwägend an den dem Campus innewohnenden Geist der Nachkriegsmoderne an. Im Sinne eines Genius loci wurden Topoi wie „Curtain Wall“ , „Maison Dom-Ino“ sowie die Unterscheidung von „dienenden und bedienten Räumen“ aufgegriffen.

Die klassische Gliederung stellt den Neubau vermittelnd zwischen seine unterschiedlichen Tendenzen der Moderne verpflichteten Nachbarn. Die Gussfassade verleiht dem Haus dazu eine materielle Präsenz und Masse.

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