Seeweingarten Uttwil

Uttwil
Balkon Seeseite
Foto © Giovanelli
 
 
Aussenraum
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Aussenraum Seeseite
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Übersicht
Foto © Giovanelli
 
 
"Wohnflur"
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Küche / Wohnen
Foto © Giovanelli
 
 
Architekten
BISCHOF PARTNER ARCHITEKTUR
Adresse
Uttwil
Jahr
2000
Kosten
1 Mio. – 100 Mio.
Stockwerke
1–5 Stockwerke

Dieses Wohnhaus liegt direkt am Bodensee angrenzend an im Thurgau typischen Obstbaumwiesen und weist einen langen, schmalen Grundriss auf (Seitenverhältnis 1 zu 3.5). Dadurch gelingt es, dass sich die Wohnräume einerseits zum See hin Richtung Nordosten öffnen und gelichzeitig die Sonne im Süden Einlass findet. Das Erdgeschoss zeigt sich als Einraumtyp, im Obergeschoss erschliesst ein grosszügiger „Wohnflur“ die sechs Zimmer. Nur die Aussenwände sind tragend, darum erhält man im Innern einen offenen, stützenfreien Grundriss.

Das Wohnhaus teilt das Grundstück in zwei ähnlich grosse Bereiche. Ein länglicher Carport mit Schopf schliesst das Grundstück gegen die Strasse ab und bildet zusammen mit dem Wohnhaus einen grosszügigen Innenhof. Zum See hin erstreckt sich ein Naturgarten mit dem bestehenden Baumbestand.

Der Holzständerbau ist auf einem Betonkellergeschoss aufgesetzt, wobei das Wohngebäude gleichsam zu schweben scheint. Die umlaufende Betonplatt vermittelt nach dem Vorbild japanischer Teehäuser zwischen Garten und Wohnraum – zwischen Innen und Aussen. Das vorkragende Flachdach nimmt die Form und Dimension der Bodenplatte auf und fast den Gebäudekörper ein.

Die Holz-Glas-Fassade ist streng strukturiert und verbindet ästhetische und praktische Bedürfnisse. Gleichsam entsteht eine spannende Kombination von Tradition und Hightech. Je nach Lichteinfall dominiert die Durchsicht aufs Holz oder die Spiegelung de Umgebung die Wahrnehmung des Gebäudes. Das Glas wiederum schützt Holz und Dämmmaterial vor Witterungseinflüssen.

Die Kombination der beiden Werkstoffe ermöglicht eine aktive Energienutzung, wodurch das Wohnhaus mit den zusätzlichen technischen Massnahmen den Minergie-Stand erreicht. Die hinter der Glasscheibe liegende Holzbohlen mit einer Lamellenartigen Oberfläche lassen die Sonne im Winter eine möglichst grosse Oberfläche von der tief stehenden Sonne erwärmen. Im Sommer bewirken diese Lamellen eine Verschattung und verringern damit die Aufheizung des Gebäudes.

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