Visualisierung © Denis Gabillat
Situation
Zeichnung © Schneider Studer Primas
Grundriss Erdgeschoss
Zeichnung © Schneider Studer Primas
Visualisierung © Denis Gabillat
Grundriss 2. Obergeschoss
Zeichnung © Schneider Studer Primas
Visualisierung © Denis Gabillat
Grundriss 1. Untergeschoss
Zeichnung © Schneider Studer Primas

Projektwettbewerb Kinderspital Zürich

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  • Krankenhäuser
Bauherrschaft
Kinderspital Zürich
Team
Bartolo Villemard architecture urbanisme, Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur & Städtebau GmbH

Thema unseres Projektvorschlages sind Spielräume auf unterschiedlichen Masstabsebenen, welche die Patienten, ihre Angehörigen wie auch die Mitarbeitenden des Spitals aktiv in Besitz nehmen können.
Zum einen sollen Kinder, Jugendliche und ihre Eltern den Spitalaufenthalt so weit wie möglich selbstbestimmt und eigenverantwortlich mitgestalten können. Beim Eintritt ins Spital vertraut man sich der Fachkompetenz von Ärzten und Pflegenden an und verzichtet vorübergehend auf einen Teil seiner alltäglichen Autonomie. Entscheidend ist den-noch, dass der Heilungsprozess nicht bloss passiv erduldet, sondern von den Kindern und Jugendlichen selber aktiv vorangetrieben wird.
Zum anderen ist ein Spital für Kinder und Jugendliche nicht allein ein Ort hochspezialisierter technischer Meisterschaft, sondern auch ein Ort der Kommunikation: zwischen Kranken und Gesunden, zwischen Kindern und Erwachsenen, zwischen Fachspezialisten und Laien, zwischen Lehrenden und Lernenden. Ein Teil dieses Informationsaustausches folgt klar vorgegebenen Formen – die Triage in der Notfallstation, die Arztvisite, der Rapport oder die medizinische Lehrveranstaltung. Ein wichtiger Teil ergibt sich jedoch informell, im zeitlichen und räumlichen „Dazwischen“.
Das Kinderspital lebt in den Spielräumen
Zwischen den funktional bestimmten Bestandteilen des Raumprogramms eröffnet sich eine vielfältige Welt von Höfen, Gärten, Plätzen, Foyers, Wartebereichen, Empfangszonen und Korridoren. bilden das zentrale Thema unserer Arbeit. Wir gestalten diese Spielräume so, dass sie eine aktive Aneignung zulassen und fördern. Hier begegnen sich Besucher, Mitarbeitende und Patienten: diese Zonen „zwischen Tür und Angel“ bieten auch Gelegenheit zu informeller Kommunikation.
Das Kinderspital ist grosszügig, aber auch geborgen
Wir organisieren Spielräume auf ganz unterschiedlichen Masstabsebenen: ein weiter Platz zwischen den Neubauten, Spielplätze in den Gärten, eine geräumige Lobby im Herzen des Spitals, wohnliche Aufenthaltsbereiche in den Behandlungs- und Pfl egegeschossen, geborgene Spielnischen zwischen den Zimmern. Das Kinderspital ist einladend und grosszügig, aber es ist auch ein Haus voller verborgener Schätze und überraschender Episoden.
Das Kinderspital ist übersichtlich
Die Nutzungen werden in Grundriss und Schnitt so organisiert, dass die wichtigen Raumbeziehungen unmittelbar ersichtlich werden. Sämtliche wichtigen Bereiche des Hauptgebäudes grenzen direkt an die grosse, zentrale Lobby. Die vierseitig ausgeschnittenen parabelförmigen Aussichtshöfe führen in Verbindung mit dem geometrischen Prinzip der Grundrissorganisation dazu, dass nirgendwo identische räumliche Situationen oder lange, innenliegende Korridorsysteme entstehen.
Das Kinderspital strahlt aus
Kaum ein Bau ist der Bevölkerung im weiten Umkreis von Zürich derart vertraut wie das Kinderspital. Dieser Bedeutung entspricht die prominente Lage des Neubaus auf einem Belvedère über der Stadt. Als wichtiger, öffentlicher Bau übernimmt das Kinderspital aber auch eine verbindende Funktion im Quartier. Es schottet sich nicht ab, im Gegenteil: Seine Arme umfassen einladende Gärten und Spielplätze, die es mit den anderen Bauten und Infrastrukturen des Campus Balgrist, aber auch mit den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen des Quartiers teilt.
Arbeitsweise
Wir begreifen die Arbeit an diesem Projekt als offenen Prozess, der später im Austausch mit der Bauträgerschaft fokussiert und inhaltlich präzisiert werden kann. In einem ersten Schritt haben wir Interviews mit Kinderärzten und anderen Spezialisten sowie einen Workshop mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Recherche haben wir in den oben aufgeführten Eckpunkten zusammengefasst, die unsere Entwurfsarbeit thematisch orientieren. Zugleich haben wir daraus ein provisorisches, ergänzendes Programm für die Spielräume zwischen den im Raumprogramm definierten Funktionseinheiten abgeleitet. Bei einer Weiterentwicklung des Projektes würde diese Arbeitsweise fortgesetzt. Im Austausch mit Bauherrschaft, externen Spezialisten, Kindern und Jugendlichen würden wir die Programmierung und Gestaltung der Spielräume anpassen und konkretisieren.

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