Grundriss Erdgeschoss
Zeichnung © Schneider Studer Primas
Visualisierung © Schneider Studer Primas
Visualisierung © Schneider Studer Primas
Situation
Zeichnung © Schneider Studer Primas
Grundriss Wohnung
Zeichnung © Schneider Studer Primas

Projektwettbewerb Neubau Lettenmatt

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  • Mehrfamilienhäuser
Projektwettbewerb
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Die Siedlung Lettenmatt liegt zentral in Birmensdorf und ist gut an den öffentlichen Verkehr angebun-den. Der Bahnhof ist in fünf Fusswegminuten erreichbar, die Bushaltestelle „Zentrum“ mit Einkaufs-möglichkeiten befindet sich ebenfalls in nächster Distanz. Nordwestlich verläuft das Flüsschen Rep-pisch mit Anbindung an die nahen Landwirtschafts- und Naturflächen, die zu Spaziergängen einladen. Im Süden schliesst der Wüeribach vorläufig die Siedlungsstruktur ab, die durch ein eher heterogenes Nebeneinander verschiedener Bautypen älteren und neueren Datums bestimmt ist.

ÜBERGEORDNETE VERNETZUNG UND INNERE POROSITÄT
Neben der bereits vorhandenen guten Lage und Verankerung der Siedlung innerhalb Birmensdorf schlagen wir eine übergeordnete Wegverbindung vor: Bei Parzelle 1558 wird der Reppischtalweg ver-vollständigt und mit einer Ausweitung des Grünraumes und einem neuen Ausflugsrestaurant pro-grammatisch ergänzt.

Die Wohnsiedlung selbst zeichnet sich durch eine hohe Durchlässigkeit mit einer Vielzahl von Wegver-bindungen aus. Eine innere Hauptverbindung führt von der Poststrasse zum Ausflugsrestaurant an der Reppisch und die zwischen den Häusern angeordneten Seitengassen verbinden in kurzem Abstand die Garten- mit der Lettenmattstrasse.

STÄDTEBAU: DAS EINZELNE UND DAS GANZE
Die neue Wohnbebauung Lettenmatt umfasst zehn Häuser, die sich in Grösse und Volumetrie selbst-verständlich in die umgebende Bebauungstruktur einpassen. Die leichten Vor- und Rücksprünge der Gebäudevolumen vermitteln einen feingliedrigen Ausdruck.
Ein Sockel, der seine funktionale Berechtigung aus dem notwendigen Hochwasserschutz zieht, erweist sich in städtebaulicher Hinsicht als tragender Baustein: Durch Gartenmauern bekrönt verbindet er die Einzelhäuser zu einem erkennbaren Ganzen, das der Siedlung einen eigenständigen Charakter verleiht.

GASSEN
Die Frage, wie öffentliche und private Bereiche aneinander vorbeikommen, stellt sich im Wohnungsbau immer wieder. Wir greifen auf ein traditionelles, jedoch beinahe vergessenes Prinzip zurück, das sich in älteren kompakten Dorf- und Kleinstadtstrukturen bewährt hat: Die Gasse, welche durch Hausfassaden und Gartenmauern begleitet wird. Damit wird auf der einen Seite ein klar definierter öffentlicher Raum geschaffen, auf der anderen Seite ebenso klar umgrenzte private Aussenräume Die erdgeschossig liegenden Wohnungen erhalten durch einen stillen, vor Einsichten geschützten Garten eine besondere Qualität.
Die Gassenräume selbst dienen nicht nur der Erschliessung, sie weiten sich da und dort zu kleinen Plätzen aus, die gemeinschaftliche Funktionen übernehmen: Spielflächen für Kinder, das Verweilen unter schattenspendenden Bäumen oder auch den Aussenbereich des Gemeinschaftsraums.

ERSCHLIESSUNG
Die zwei- und dreispännigen Häuser werden jeweils von zwei Seiten her erschlossen. Zu den umlie-genden Strassenräumen liegen die Zugänge auf einem erhöhten Niveau, zum einen aufgrund des ge-forderten Hochwasserschutzes, zum anderen erhalten dadurch die unteren Wohnungen zum öffentli-chen Trottoir eine Hochparterre-Lage. Breite Aussentreppen sind den Eingängen zu den Treppenhäu-sern vorgelagert.
Aus den Gassen im inneren der Siedlung sind die Zugänge ebenerdig und behindertengerecht.
Ein zentraler Aufgang aus der Tiefgarage belebt die inneren Gassen mit heimkehrenden Menschen, wobei die fünf Häuser der südlichen Reihe auch unterirdisch mit der Tiefgarage verbunden sind.

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