Situation
Zeichnung © Schneider Studer Primas
Grundriss Erdgeschoss mit Umgebung
Zeichnung © Schneider Studer Primas
Visualisierung © MIYO Visualisierung
Grundriss Regelgeschoss möbliert
Zeichnung © Schneider Studer Primas
Visualisierung © MIYO Visualisierung
Ansicht Ost mit Schnitt
Zeichnung © Schneider Studer Primas
Grundriss 1.-7. Obergeschoss
Zeichnung © Schneider Studer Primas
Ansichten Süd und Nord
Zeichnung © Schneider Studer Primas

Studienauftrag Wohnen am Stadtgarten

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  • Mehrfamilienhäuser
Standort
Illnau-Effretikon
Bauherrschaft
Habitat 2000 AG Zürich
Team
Claudia Wolfensberger Landschaftsarchitektur

Enge Gassen und weite Plätze, überraschende Lichtsituationen und die unmittelbare Kombination von städtischer Öffentlichkeit mit privaten Rückzugsräumen prägen das Wohnen im dichten Bau- und Nutzungsgefüge zwischen Märtplatz und Stadtgarten. Mit den folgenden Massnahmen versuchen wir, das wichtige Ziel eines reichhaltigen und zugleich bezahlbaren Wohnungsangebotes zu erreichen:

-Die Wohnungen sind knapp geschnitten, aber vielfältig zonierbar
-Die Eckbalkone werden als zusätzliche Zimmer aktiviert
-Die Baukörper erlauben allen Wohnungen eine mehrseitige Ausrichtung
-Die Erschliessungsfläche ist minimal
-Die Stückzahl ist innerhalb der baurechtlichen Rahmenbedingungen maximal

Die vorgeschlagenen, aussen selbsttragend abgestützten Balkone fallen baurechtlich nicht ins Gewicht und kosten pro Stück nicht wesentlich mehr, wenn sie 5 Quadratmeter grösser ausgebildet werden. In Bezug auf die Nutzungsmöglichkeiten ergibt sich hingegen ein Quantensprung. Der Balkon wird zum zusätzlichen Zimmer, welches den kompakten Geschosswohnungen etwas von ener Grosszügigkeit verleiht, die normalerweise dem Wohnen im eigenen Haus vorbehalten ist: Platz um Gäste zu empfangen, Hobbies zu pflegen, Pflanzen zu züchten oder auch ganz einfach freier, keiner spezifischen Nutzung zugewiesener Spielraum.

Die Ecksituationen eröffnen vielfältige Blickbeziehungen: in den Park, in die Gasse oder auf den Platz. Zudem erhalten alle Wohnungen zu unterschiedlichen Tageszeiten Sonnenlicht. Die Aufteilung in die beiden Cluster gelingt beiläufig. Im kompakten, dreispännigen Haus liegen die kleinen, aber grosszügig belichteten
Alterswohnungen. Das grössere, fünfspännigen Volumen wiederum eröffnet eine ganze Palette an Wohnszenarien, vom aufs Minimum reduzierten Studio bis zur dreiseitig ausgerichteten Enfilade mit zwei Balkonen. So entstehen Wohnungen mit ganz spezifischen räumlichen Eigenschaften und Nutzungsmöglichkeiten.

Beispielsweise werden die im Programm geforderten 1 ½ - Zimmer Wohnungen als extrem kompakte Zweizimmer Apartments umgedeutet. Konstante Basis dieser Vielfalt bildet die wiederkehrende Kombination von Essküche, separat nutzbarem Wohnzimmer und Eckbalkon.

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