Foto © Heinrich Helfenstein
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Vier Geschäftshäuser am historischen Torturm am Rand der Altstadt

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  • Bürogebäude
Standort
Biberach, Deutschland
Jahr
2003

Biberach zeigt im Inneren eine geschlossene Altstadt, die an den Rändern zum Teil ausfranst. Am Ulmer Tor einem städtebaulich wichtigen Grundstück innerhalb der Innenstadt von Biberach entstand an einem ehemals als Parkplatz genutzten eher unwirtlichen Ort, durch die Investition der Sparkassen BC Immobilien die Chance einer Stadtreparatur. Die Lage an der Schnittstelle zwischen Altstadt und erster Stadterweiterung in direkter Nachbarschaft des Bahnhofs ist für die Geschäftsnutzung äusserst attraktiv.

Wichtig war das Herausarbeiten der historischen Stadtstruktur: das prägnante Unterscheiden des "Innen" der Altstadt gegenüber dem "Aussen" der ehemaligen Vorstadt mit dem Ziel eines über-zeugenden Stadtraumes, der durch die Ablesbarkeit der historischen Struktur Unverwechselbarkeit und Identifikation ermöglicht. Das Langhaus übernimmt die Funktion der Vervollständigung der Altstadt, des Schliessens der Lücke gegenüber dem "Aussen", d.h. übernimmt strukturell die Funktion der ehemaligen Stadtmauer an dieser Stelle und bildet den ruhigen Hintergrund für die Punkthäuser davor. Diese Schichtung prägt entscheidend die städtebauliche Situation. Das Haus ist die Mauer, d.h. der Eindruck der Massivität der Fassade ist von grosser Bedeutung.

Im Gegensatz dazu stehen die Punkthäuser filigran und transparent im Garten vor der Altstadt auf der Auffüllung des ehemaligen Zwingergrabens, im "Aussen". Sie bilden in ihrer Gesamtheit das span-nungsvolle Gegenüber zum Langhaus. Ihre Grösse und Anzahl nimmt das Bild der Einzelvillen im Garten auf und ihre lockere Gruppierung lässt Durchblicke nach hinten zur Altstadtstruktur frei. Durch die Schrägstellung der Fassaden zueinander wird das direkte, enge Gegenüber vermieden, Der Blick ins Freie schafft Grosszügigkeit trotz der Dichte. Zwischen den Häusern entstehen mit der differenzierten Gartengestaltung atriumähnliche Situationen.

Die Freiraumkonzeption lebt vom Gegensatz dicht - leer, Garten - Vorbereich Ulmer Tor.

Der Garten mit Buchs- Eiben- und Hortensienhecken, Kiefern und Sitzplätzen wertet die Neubauten auf und wirkt Imagebildend für die Gesamtüberbauung. Die stimmungsvolle Beleuchtung unterstützt dies.

Studienauftrag
2000, 1. Preis

Bauherr
Kreissparkasse Immobilien BC

Bezug
2003

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