© H.P. Schiess
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Gesamtsanierung Kirchplatz-Schulhaus

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  • Schools
Address
Wil SG, Wil
Year
2000
Cost
Undisclosed
Stories
Undisclosed

Das Kirchplatzschulhaus steht an dominanter Lage, eingebunden in den Altstadtring von Wil, mit freier Sicht ins Toggenburg und den Alpstein.

Im Jahr 1842 entstand hier anstelle der Lateinschule und dem Heilig- Geistspital der Neubau für eine Realschule vom bekannten St. Galler Architekten Felix Wilhelm Kubly.

Neben kleinen Umbauten erfolgte 1952 der grösste Eingriff, mit dem Einbau von neuen Schulzimmern wurde damals das ganze Schulhaus renoviert.

Der Entscheid der Schulraumplanung dieses Schulhaus in der Altstadt als Zentralschulhaus zu erhalten, sowie baulicher Mängel, bewogen die Bauherrschaft zur Gesamtsanierung.

1994 erhielt unser Büro den Auftrag für diese Sanierung. Es wurden 5 Ziele für die Erneuerung formuliert.

8 gleichwertige und zeitgemässe Schulzimmer mit zugehörenden Gruppen- und Nebenräumen

Aula mit Bühne für ca. 100 Sitzplätze

Interner Ausgang zu den südlichen Pausenplätzen

Gedeckter Aussenbereich beim Haupteingang

Behindertengängigkeit

Mit Freude und Engagement haben wir uns mit dieser anspruchsvollen Aufgabe auseinandergesetzt. Die klare Baustruktur und die gute Bausubstanz spornten uns an dem Bau mit Respekt zu begegnen und die Veränderungen ablesbar einzuordnen. Es war uns ein Anliegen, dass die Schichten von Alt und Neu erfahrbar werden; die Geschichte des Gebäudes erlebbar wird.

Idee

Die Kernidee des Projekts ist eine neue Erschliessungsachse, die die Eingangsebene im Norden und den Pausenplatz im Süden verbindet. Sie beinhaltet eine neue Treppe in die Untergeschosse, sowie Ein- und Ausgänge, die Tageslicht hinter die dicken Mauern bringen. Die dunklen Räume in den Untergeschossen konnten somit aufgewertet werden und neue schulische Nutzungen aufnehmen.

Über den gedeckten Zugang gelangt man ebenerdig in die Eingangshalle. Die neue zentrale Treppe führt über ein halbes Geschoss zum Aulavorplatz im 1. Untergeschoss. Die Aula mit seiner festlichen Atmosphäre kann verschiedene gemeinschaftliche Anlässe aufnehmen. Über eine Aussentreppe gelangt man vom Aulavorplatz  auf die südlichen Pausenplätze.

Die Klassenzimmer sind von der Eingangshalle über die zwei ursprünglichen Treppenhäuser erreichbar. Die mittleren, früher schmalen Klassenzimmer sind gegen den Korridor räumlich erweitert worden. Der Korridor ist mit einer Pausenhalle ergänzt worden. Die bestehenden Fügelschulzimmer und Nebenräume wurden baulich saniert und zeitgemäss angepasst.

Ein Lift verbindet alle Geschosse.

Die Gebäudehülle wurde unter Berücksichtigung der Wärmedämmung in den ursprüngliche Zustand von 1842 zurückgebaut.

Materialien

Die Verwendung von Materialien und Farben unterstützt in einfacher Weise die verschiedene Raumstimmungen.

Der Erschliessungsbereich mit den bestehenden Materialien ist zweckmässig, froh und einladend gestaltet.

Die einfache Holzauskleidung  und viel Tageslicht in den Schulzimmern geben dem Schüler eine gute Voraussetzung zum konzentrierten Lernen und sich wohl fühlen.

Farbe

Die Farben wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler Hugo Borner aus St. Gallen erarbeitet und auf den ganzen Bau abgestimmt. Die Räume erhalten mit Farbe und Material entsprechend ihrer Nutzung einen Klang, eine Stimmung.

Dank

Die Gesamtsanierung hat alle Handwerker und Planer aufs höchste gefordert.

Wir möchten allen Beteiligten für das engagierte Mitdenken und Mitbauen herzlich danken.

Besonders danken möchten wir der Bauherrschaft für das grosse Vertrauen. Mit der Baukommission unter der Leitung von Stadtrat Edgar Hofer konnten wir die vielen Fragen offen und konstruktiv diskutieren und bearbeiten.

Durch sie alle ist ein kreativer Ort und Ausgangspunkt fürs Leben entstanden.

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