© Fluor Pics Wil
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Photo © J. Trümpi
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Renovation Tonhalle Wil

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  • Culture
  • Concert Halls + Auditoriums
Location
Wil
Year
2015
Cost
Undisclosed
Stories
Undisclosed
Ort

Wil
2006/ 2015

Stattlich und elegant präsentiert sich die Tonhalle südlich der Altstadt.  Die städtebauliche Lage  als Einzelbau und das bauliche Ensemble mit dem Tonhalleschulhaus sind einmalig.

Im Jahr 1876 wurde die Turn- und Tonhalle im Auftrag der Ortsbürgergemeinde  Wil vom Architekten Joseph Bösch erbaut. Sein Lehrmeister war Gottfried Semper, der mit Stilelementen der Neu-Renaissance, inspiriert von den pompejanischen Wandmalereien, gearbeitet hat. Joseph Bösch aber hat den Bau nüchtern, ausschliesslich in grau und beige, gehalten.

Nach Renovationen und Erweiterungen in den Jahren 1904 und 1943, bekam die Tonhalle im Jahr 1976/78 ein farbenfroheres Aussehen. Dieses Aussehen ist der Verdienst des mit der dritten Renovation beauftragten Zürcher Architekturbüros „Schwarz und Gutmann“. Diese Architekten haben den Stil der Neu-Renaissance respektiert, aufgefrischt und so gesteigert, dass die hellen und kontrastreichen Farben gelb, grün und rot im Vordergrund standen.

2003 erhielt unser Büro von der Ortsgemeinde den Auftrag die Tonhalle zu renovieren damit man in ihr in Zukunft   wieder  zeitgemäss arbeiten kann. Es wurden folgende Anforderungen für die Erneuerung formuliert.

. Die Forderungen der Feuerpolizei mussten für die zukünftige Betriebsbewilligung zwingend erfüllt werden

. Dringend anstehende bauliche Unterhaltsarbeiten innen und aussen

. Schall- und Wärmedämmung des Saals

. Verbesserung von verschiedenen betrieblichen Mängeln

. Teilerneuerung und technische Ergänzungen der Bühnentechnik und der Haustechnik

. Erneuerung der Einrichtung resp. Bestuhlung

Mit Freude und Engagement haben wir uns dieser anspruchsvollen Aufgabe gestellt. Die klare Baustruktur, die gute Bausubstanz und die gelungenen Eingriffe der letzten Renovation spornten uns an dem Bau mit Respekt zu begegnen. Es war uns ein Anliegen an diesen Gegebenheiten weiterzubauen und neue Elemente zu integrieren.

Renovation 2006

Nach einjähriger Bauzeit kann die Tonhalle im April 2006 wieder eröffnet werden.

Sie hat Glanz und Farbe gewonnen. Wir haben bewusst darauf geachtet, das bestehende Konzept beizubehalten. Es wurde aber weiterentwickelt, so dass das Haus nun in allen Bereichen mehr Festlichkeit ausstrahlt.

Bei allen Erneuerungen und Auffrischungen wurden die Materialisierung und Farbgebung erhalten.  Einige Bau – und Technikteile hatten das zyklische Renovationsalter erreicht und mussten überholt werden. Andere Einrichtungen wurden durch modernste Anlagen ersetzt. So wurden die Bühnentechnik, Heizung / Lüftung, die Elektroinstallation, der Brandschutz, um einige zu nennen, total erneuert und modernisiert.

Die neue Bestuhlung entspricht den heutigen Anforderungen an den Komfort, ist bequem, rückenfreundlich und bietet genügend Beinfreiheit. Die Teleskoptribüne ermöglicht eine vielseitige Nutzung des wunderschönen Theatersaals. Für hörbehinderte Besucher wurde sowohl im Parterre und in den Estraden Induktionsschlaufen eingebaut. Der neue Theatervorhang mit seinem leuchtenden dunklen Rot bringt zusammen mit der ergänzenden Bemalung eine neue Frische in den Saal. Eine Besonderheit sind die neuen Innenläden. Sie verbessern nicht nur die Akustik, sondern sind in geschlossener und geöffneter Stellung  ein ästhetischer Blickfang.

Der frisch gestaltete Eingangsbereich mit Ticketverkaufstelle und dem Bürotrakt präsentiert sich hell und kundenfreundlich. Dazu richtete man ein behindertengerechtes WC ein. Der untere Bereich der Tonhalle mit dem Kleinen Saal und dem Theatercafe lädt nach wie vor zum gemütlichen Verweilen ein.

Der Anbau auf der Südseite wurde bewusst in die bestehende Architektur eingefügt. Er bringt den für einen optimieren Betriebsablauf zusätzlich benötigten Raum für Büro, Lager und Technik.

Viele andere  Veränderungen und Details springen dem Besucher nicht direkt ins Auge, sorgen aber für einen reibungslosen Ablauf des Betriebs und uneingeschränkten Kunstgenuss des Publikums.

Renovation  UG 2015

Der bei der Renovation 2006 nur sanft angetastete Bereich im Untergeschoss brauchte eine betriebliche und technische Anpassung.

Das frische und einladende Ambiente des 2006 renovierten Eingangsbereichs wurde im Untergeschoss fortgesetzt.

Nach einem Farbkonzept von Karin Pita, das auf die bestehenden Farben in der Tonhalle abgestimmt ist, wurden alle Oberflächen neu behandelt.

Die Beleuchtung wurde nach dem Konzept von Mathias Brenner ergänzt und ersetzt, damit die Lichtintensität in den verschiedenen Bereichen den wechselnden Bedürfnissen angepasst werden können.

Die Buffetanlage wurde im dienenden Bereich ersetzt.

Der Mehrzwecksaal wurde technisch so erweitert, dass er auf beiden Schmalseiten bespielt werden kann. Die Akustikanlage sowie die Lichtechnik wurden ergänzt.

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