Mit Farbe gegen den Hass

Jenny Keller
13. September 2017
Kinloch Park Basketball Courts, St. Louis, MO, USA. Bild: William LaChance

Buntes Glas zerstört den Hass, stand auf Bruno Tauts Glashaus an der Werkbundausstellung 1914 in Köln. William LaChance geht hundert Jahre später ebenfalls mit Farbe gegen den Fremdenhass vor, indem er Basketballfelder in Ferguson bunt bemalte.

Zusammen mit dem Project Backboard, einer gemeinnützigen Organisation, hat der Künstler William LaChance, vertreten durch die Saatchi-Galerie, drei öffentliche Basketballplätze in Ferguson, Missouri als Leinwand benutzt. Die Basketballfelder sollen nicht nur das von Armut und Korruption geprägte Quartier Kinloch aufwerten, sie vermitteln mit ihrer Farbe auch zwischen Schwarz und Weiss: In Ferguson begannen die Rassenunruhen 2014 (prä Trump), als ein weisser Polizist einen schwarzen Teenager erschossen hat.

Die Gestaltung sollte keine Referenz darstellen, nichts repräsentieren, sondern nur mit den Sinnen erlebt werden, sagt LaChance. Die grossen Farbfelder können im besten Fall zu einer synästhetischen Erfahrung führen, und die Basketballspieler gehen mit den chromatischen Feldern eine Figur-Grund-Beziehung ein, wobei es keine Rolle spielt, ob man schwarz oder weiss ist.

Bild: William LaChance
Making of. Bild: William LaChance
Schwarz und weiss und bunt. Bild: William LaChance
Auch die Schattenbilder bilden eine Figur-Grund-Beziehung mit dem Boden. Bild: William LaChance
Entwurf im Studio. Bild: William LaChance

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