MFH Forchstrasse

Zürich
Photo © Dominique Wehrli
Photo © Dominique Wehrli
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Photo © Dominique Wehrli
Photo © Dominique Wehrli
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Photo © Dominique Wehrli
Architects
Bob Gysin Partner BGP
Year
2020
Cost
1M - 100M
Stories
1-5 Stories
Client
Elsy Weber-Brühlmann Stiftung
Team
Vincent Traber, Marco Giuliani, Stefan Wieland
Bauherrenvertretung
INTUS
Baumanagement
Jaeger Baumanagement
Bauingenieur
Aschwanden & Partner
Haustechnik
Amstein+Walthert
Elektroingenieure
Beratende Ingenieure Scherler
Energie und Nachhaltigkeit
EK Energiekonzepte

Der Neubau ersetzt eine über 70 Jahre alte Liegenschaft, die durch die kontinuierliche Expansion der Stadt und das vervielfachte Verkehrsaufkommen nicht mehr den heutigen Anforderungen bezüglich Wohnwert, Energieeffizienz und Schallschutz entsprachen.

RUHIG WOHNEN MITTEN IN DER STADT
Sowohl die Gebäudeform als auch die Anordnung der Räume greifen die besondere Lärmsituation auf. Die Wohnungen sind als Lärmtypologie entwickelt worden, die durch fliessende Raumabfolgen, wechselnde Blicke ins Quartier und lärmgeschützte Lüftungsmöglichkeiten geprägt sind. Die Gratwanderung zwischen idealer Ausrichtung der Räume und lärmabgewandtem Wohnen und Schlafen wurde in den Wohnungsgrundrissen gelöst. Die überwiegende Anzahl an Räumen verfügt über lärmabgewandte Fenster. Zusätzlich bietet die vorgesehene zentrale Wohnungslüftung raumlufthygienischen Komfort und Lärmschutz.

Die Materialisierung mit einer hinterlüfteten Fassade sowie die optimierte Fensterfläche greifen die hohen Anforderungen an den Schallschutz ebenfalls auf. Ergänzend erhalten die Loggien hohe, schalldichte Brüstungen, um einen ruhigen Aussenraum zu schaffen.

KOMPAKTE GROSSZÜGIKEIT
Der gegliederte Baukörper nutzt die unregelmässige Grundstücksgeometrie und erhält die ortstypische Qualität der Durchgrünung und Durchlässigkeit. Einzelne Erker bilden Akzente in den ansonsten zurückhaltenden Fassaden, während die horizontale Gliederung die Einbindung in die Umgebung unterstützt. Die besondere Situation der abfallenden Topographie wird durch einen Splitlevel im Erdgeschoss aufgenommen und schafft eine hohe Eingangshalle.

Das Gebäude weist eine reduzierte und klare Formgebung auf und ist als 4-Spänner ausgebildet. Die Grundmodule sind kompakt, im Alltag flexibel nutzbar und für unterschiedliche Wohnformen geeignet. Alle Wohnungen sind mindestens 2-seitig orientiert, die Balkone und Öffnungen sind so organisiert, dass keine Einsichtsprobleme entstehen. Fliessende Raumabfolgen und wechselnde Blicke ins Quartier schaffen trotz beschränkter Wohnungsgrösse ein Gefühl von Grosszügigkeit und Vielfalt. Das statische und haustechnische System ermöglicht hierbei eine langfristige Flexibilität: Planungsflexibilität durch einfache Struktur, Gebrauchsflexibilität durch Raumproportionen, Umnutzungsflexibilität durch nicht-tragende Innenwände.

ENERGIEKONZEPT
Das Projekt setzt primär auf Massnahmen, die den Energie- und Ressourcenbedarf in der Erstellung wie auch im Betrieb niedrig halten. Nebst
der optimalen Platzierung des Baukörpers auf dem Grundstück und bedarfsreduzierenden energetischen Massnahmen, wurden am Standort
vorhandene erneuerbare Energien genutzt und mit dem Volumen und
seiner Umgebung zu einer Systemeinheit verschmolzen.

Für eine effiziente Wärmeversorgung wird eine Sole-Wasser-Wärmepumpe verwendet, welche die Erdwärme nutzt. Im Winter sorgt die Bodenheizung mit niedrigen Vorlauftemperaturen für eine angenehme Raumwärme, im Sommer können die Räume passiv temperiert werden. Die Betondecken sowie die massiven Wände weisen eine hohe Wärmekapazität auf und funktionieren als Wärmepuffer regulierend für die Räume. Durch den optimierten Fensterflächenanteil sowie einer aussenliegenden Beschattung wird einer sommerlichen Überhitzung vorgebeugt.

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