Photo © Markus Fischer
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Umbau EFH Vock

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Address
Goldhaldenstrasse 19, Zollikon
Year
2005

Für die Bauherrschaft war das knapp bemessene Einfamilienhaus im Erdgeschoss zu klein. Das Haus befand sich weitgehend im Originalzustand. Sämtliche technischen Installationen wurden komplett erneuert. Beispielsweise die bestehende Radiatorenheizung ersetzte man durch eine Bodenheizung mit geringer Aufbauhöhe. Die Aufgabe bestand darin, das Hauptgeschoss (EG) entsprechend grosszügiger zu gestalten. Der bergseitige versteckte und dunkle Zugang im Osten wurde abgebrochen und anstelle wurde ein Erschliessungskorridor zwischen Berg und bestehendem Haus eingeschoben.

Anbau Der Anbau wird gleichzeitig zur Stützmauer und definiert die neue Erschliessung zwischen alt und neu. Das Innen und

Aussen von Böden, Wänden und Decken wirken homogen durch die einheitliche Materialwahl Beton. Die raumhohe

Eingangstüre und Schiebeverglasung im Esszimmer unterstützen diese Idee. Die FL Lichtbänder unterstreichen

die von Innen nach Aussen durchlaufende Stützmauer und schaffen in Kombination mit dem Tageslicht ein ideales

Beleuchtungskonzept. Die südlich schräg verlaufende Glas Schiebefront entspricht dem behördlichen Grenzabstand.

Die beiden Bauten wurden in der Formensprache bewusst voneinander getrennt. Im eingeschossigen Anbau dominieren

hohe Sichtbetonwände. Das Licht wird durch drei Oblichter in den Korridor geleitet und die raumhohe Verglasung (Typ Sky

Frame) im Essbereich führt am Ende des Korridors in den Garten. Die neue Architektur wird durch das Zusammenspiel

von künstlichem und natürlichem Licht verstärkt. Die Betonung der rückwärtigen Wandscheibe wird im Norden durch einen im

Boden liegenden Lichtkanal indirekt beleuchtet und im Innern läuft parallel zu den Oblichtern ein FL Band das Licht von der

Decke an den Beton wirft. (Lichtplanung Ch. Keller, St. Gallen) Das Flachdach ist mit blauem Recycling Glas bedeckt. Die

visuelle Wirkung des Dachmaterials schafft eine Analogie zum See.

Altbau

Der Altbau hebt sich durch zwei Stufen ab. Die Wahl der Materialisierung wurde bewusst vom Neubaukonzept getrennt.

Geräuchte Eiche steht als Bodenmaterial im Kontrast zum Hartbeton im Neubau. Einbaumöbel unterstützen die Architektur. Die Haupträume des Altbaus verfügen auf allen Ebenen über eine atemberaubende Sicht auf See und Berge.

Jedes Geschoss im Altbau dient einer definierten Nutzung: Im Erdgeschoss sind Wohnen und TV Raum durch ein

Medienmöbel räumlich voneinander getrennt. Das Möbel lässt sich von allen Seiten öffnen und rückseitig dient die Fläche als

Projektionswand. Das Obergeschoss wird als Schlaftrakt und das Dachgeschoss als Bibliothek und Lesezimmer genutzt. Die

Bibliothek wirkt als Bestandteil der Architektur und die darin integrierten Fenster wirken wie Bilder in der Regalstruktur.

Die Gegensätze bringen räumliche Spannung in die Architektur.

Realisation: 2004

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