Terrasse
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Hauptfassade
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Lobby
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Innenperspektive eines Zimmers
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Golf Hotel Sempachersee

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Cost
Undisclosed
Client
Golf Sempachersee

PROJEKTIDEE HOTEL

Es gilt ein Hotel auf dem Golfplatz zu bauen. Wie kann man die zwei Phänomene – das Hotel und den Golfplatz - zu einem Projekt, zu einer Projektidee verschmelzen, damit ein ortsspezifisches Projekt und für die zukünftigen Benutzer ein einzigartiges Hotelerlebnis entstehen kann?
Die Idee besteht darin das Hotel wie eine Zuschauertribüne um das Green anzuordnen. Somit ist das Golfspiel, neben der Sicht auf die Berge, für den Gast omnipräsent.

STÄDTEBAULICHE IDEE

Der kleine Hügel in dem das heutige L-förmige Parkfeld eingeschnitten liegt, ist der ideale Ort um das obere Geschoss des neuen, unterirdischen Parkhauses aufzunehmen. Direkt von der Zufahrtsstrasse erschlossen besteht der grosse Vorteil darin, dass man ebenerdig in das neue Parkhaus einfahren kann. Wenn das zukünftige Parkhaus fertiggestellt worden ist, wird der darüberliegende Hügel seine „natürliche“ Form wieder erlangt haben. Drei grosse Einschnitte in die Landschaft erlauben es das Parkhaus angenehm zu belichten und zu belüften. Aus einem unangenehm, hermetischen und gefährlich anmutendem, unterirdischen Ort soll eine Art „Gartenhalle“ werden.
Die Geometrie des Grundstücks lässt für die Platzierung des Hotelgebäudes relativ wenig Spielraum. Die Geometrie des Gebäudes entsteht einerseits aus der Zuordnung zum Green als Tribünengebäude. Andererseits wird die Orientierung des Hotels durch die ungehinderte Aussicht auf die Zentralschweizer Alpen bedingt.
Zwischen dem Parkhaus im Hügel und dem Hotelgebäude entsteht ein grosser Aussenraum. Das Projekt muss die Frage beantworten, ob man hier einen grossen offenen Platz lässt oder diesen Raum unterteilt.
Unser Projekt unterteilt den Raum in zwei Plätze. Diese sind immer zu dem jeweiligen Gebäude zugeordnet. Der erste Platz bildet eine Einheit mit dem Parkhaus der andere Platz dient dem Hotel als Vorfahrt.
Dieses Prinzip – ein Platz zusammen mit einem Gebäude – ist bei allen bestehenden Gebäuden des Clubs vorhanden. Das Clubgebäude hat eine grosse Holzplattform vor sich liegen, das Gastrogebäude besitzt eine grosszügige Vorfahrt mit der Kapelle und vor dem Werkhof liegt das grosse Parkierungsfeld.
Das städtebauliche Prinzip der Aussenräume zwischen den Gebäuden des Clubs ist mit einer Perlenkette vergleichbar. Man bewegt sich in einer Kreisbewegung von Platz zu Platz, von Gebäude zu Gebäude.
Würde man einen grossen Platz zwischen Parkhaus und Hotel aufspannen, hätte dieser Platz und die Gebäude, die ihn aufspannen, eine überdominante Bedeutung angenommen. Das neue Hotel sollte innerhalb der Anlage aber gar nicht diese dominante Bedeutung haben, sondern eine gleichwertige Institution unter anderen Institutionen des Golfs sein.

IDENTITÄT DES GOLF SEMPACHERSEE

Die ästhetisch, motivische Anmutung des Hotels orientiert sich an der Erscheinung des Gastrogebäudes und des Werkhofs. Strategisch geht es darum die Identität, den Charakter und damit die Einzigartigkeit des Labels „Golf Sempachersee“ zu stärken. Die Anzahl „Golfgebäude“ ist heute noch zu klein, als dass sie stilistische Differenzen ermöglichen würde. Es könnte zu einem Identitätsverlust kommen, besonders weil das Hotel durch seine schiere Grösse stark prägend sein wird.

INNENRAUM / HOTELZIMMER

Die räumliche Besonderheit des Zimmers besteht in seiner Abtreppung. Diese Massnahme ist die innenräumliche Konsequenz aus der Idee des Hotels als „Tribüne“. Das Zimmer soll wie eine Vip-Loge auf die Gäste wirken. Der Blick wird nach unten zum Green und zur Aussicht gerichtet.
Es gibt drei Ebenen im Zimmer. Zuoberst kommt man an und hat die Übersicht über den Raum, ohne aber das Bett zu sehen. Die zweite, tiefere Ebene ist das „Schlafzimmer“. Die unterste Ebene des Zimmers ist das „Wohnzimmer“ mit der Badewanne als Wellnessbereich.
Durch die Abtreppung ist das Hotelzimmer sequenziert. Dadurch wird der räumliche Reichtum und damit die Erlebnishaftigkeit des normalen Zimmers gesteigert. Die Materialisierung des Schlafbereichs in lackiertem Holzfurnier verstärkt den atmosphärischen Reichtum der Sequenzen. Insgesamt wirkt das Zimmer weniger konventionalisiert als andere Hotelzimmer und die Aufenthaltsqualität ist insgesamt viel höher.

MATERIALISIERUNG UND KONSTRUKTION

Das Gebäude ist als gestrichenes Holzgebäude, mit einer verleimten Tragstruktur, gedacht. Mit seiner Dimension (5 Geschosse) kommt es aber an die Grenzen der Möglichkeiten des Holzbaus. Im Laufe der weiteren Planung sollte sich zeigen, ob eine Mischkonstruktion in Holz – Beton die vorteilhaftere ( Baukosten, Akkustik zwischen Hotelzimmern Im 5-Sterne Standard, Brandschutz usw.) Variante wäre.

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