Six Frames

© Florian Amoser
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Architectes
Lukas Lenherr Architektur
Année
2022

In eine bestehende Scheune aus dem Jahr um 1850 herum, wird eine neue, äußerst filigrane, Tragstruktur aus Holz eingebaut. Diese stützt die bestehende Holtragstruktur während der Bauphase und wird später sichtbar bleiben um die Raumgliederung vorzugeben. Vertikale und horizontale Scheiben stabilisieren die Holzstruktur und generieren mit ihren verschiedenen Öffnungen die Räume und ihre Abfolgen. Durch die drei Stockwerke hindurch sind diese Nischen nun offen miteinander verbunden und generieren zusammen einen einzigen großen Lebensraum vom Erdgeschoss bis unter das Dach.

Die entstehenden Räume können nun wie in einem amerikanischen „Shotgun House“ Prinzip erfahren werden. Die eher geschlossenen Räume haben visuelle Verbindungen, innere Fenster oder Klappen, die mit dem Lebensraum kommunizieren. Durch verschiedene Katamaran-Netze werden zusätzliche Erlebnisse generiert. Rückzüge können in dieser sehr offenen Wohnweise immer unternommen werden.

Im Untergeschoss liegt ein im Volumen versetzter Werkraum der mit Oblichter das Holzhaus darüber erspähen lässt. Die Verbindung vom Untergeschoss hinauf in das Erdgeschoss läuft über denselben inneren offenen Treppenraum.

In ihrem Grundvolumen und der Dachform schaut die Scheune aus wie früher. Eine neue Stülpfassade mit Holz von Weisstannen wurde mit der Yakusuzgi-Methode verkohlt. Die Hölzer werden mehrere Generationen lang halten. Der Wiedererkennungswert bleibt für das geschützte Ensemble mit den Häusern hinten im Hof bestehen. Die Erkenntnis, dass die Scheune nun ein Wohnhaus ist, zeigt sich nur wenn Fensteröffnungen ersichtlich sind. Auf zwei Fassadenseiten hin sind die Fenster hinter manuell einstellbaren schwarzen Holzlamellen und je nach Betrachtungswinkel der Fassade nicht mehr ersichtlich.

Mit dem Bauprojekt werden historische Gegebenheiten aufgenommen und mit sämtlichen ökologischen Aspekten umgesetzt.

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