2017
Colors of Humanity
MSF Médicines Sans Frontières - new Geneva Operational Center

Genf, 24. Oktober 2017 - Steven Holl Architects hat gemeinsam mit Rüssli Architekten den internationalen Designwettbewerb für das neue Genfer Operative Zentrum für Ärzte ohne Grenzen gewonnen. Das neue Zentrum wird die 20 internationalen Büros der Organisation sowie 6.500 Ärzte und Freiwillige in diesem Bereich unterstützen. Das Gewinnerdesign von Steven Holl Architects + Rüssli Architekten verwendet farbiges Photovoltaikglas, dass eine hohe Flexibilität ermöglicht sowei gleichzeitig Schatten und einen großen Teil der Energie des Gebäudes liefert.

Mit dem Titel Colours of Humanity hat das Design eine kubische Geometrie, die seine offene Flexibilität zeigt, welche in Zukunft erweitert werden kann. Darüber hinaus eignen sich alle Komponenten für multikulturelle Dimensionen. Das Innere des neuen Operationellen Zentrums hat kreuzende Durchgänge und fördert den offenen Dialog und die Interaktion zwischen allen, die im Gebäude arbeiten. Die Passagen sind mit lässigen Sitznischen und anderen kleinen sozialen Versammlungsräumen gesäumt. Diese Zentren dienen als freundlicher Katalysator für die Interaktion; die wie soziale Kondensatoren innerhalb des Gebäudes fungieren.
An der Fassade des Genfer Operativen Zentrums werden Photovoltaik-Glas in unterschiedlichen Durchlässigkeiten Energie, Schatten und die kräftigen Farben des Gebäudes liefern. Bei der Vorhangfassade werden 40% transparente Solarzellen verwendet, die in einer Vielzahl von Farben hergestellt werden können und voll funktionsfähige Fenster ermöglichen. Das Dach wird zusätzlich zu einem Dachgarten hocheffiziente Photovoltaik-Module beherbergen. In Kombination mit Genilac, dem Wasserkreislauf am Genfersee, werden die Solarzellen den Eigenstrom des Gebäudes auf 72% des Betriebsbedarfs des Gebäudes erzeugen.

2012
THE GOLDFINGER

1964 erschien der Film Goldfinger (James Bond 007). Einer der Drehorte war der Bürgenstock. Bis heute wird Goldfinger als Inbegriff der Bond-Filme gesehen.
Fans betiteln ihn gar als den besten Bond-Film überhaupt. Die Architektur dieses Films prägte auch die ersten Bauten - den Club (Pool und Pavillion), den Bazar sowie die Gübelin Boutique. Mit dem neuen Hotel wird diese Architektur wieder aufgenommen und weitergeführt bzw. neu interpretiert.

Um die Situation zu bereinigen und den Komfort der Gäste ohne Abstriche zu garantieren werden alle bestehenden Gebäude im Zentrum des Bürgenstocks (ausser die Bahntechnik, der Bazar und die Wetterstation) entfernt. Das Icon Gebäude hat eine eigene Ausrichtung Richtung Luzern zwischen Club und Palace. Die unabhängige Geometrie unterstreicht die Bedeutung des Icon als Zentrum und Position in der Gesamtanlage.
Das neue Hauptgebäude hat zwei Flügel, dazwischen liegt die markante Terrasse. Die Silhouette wirkt ruhig mit der Betonung der Horizontalen. Die neuen Baukörper sind an die Hangkante gesetzt und gegeneinander verschoben. Sie orientieren sich damit nicht nur nach Norden und Süden, sondern bieten auch eine West-Ost Ausrichtung mit Blick auf Hammetschwand, ins Tal und in die Berner Alpen. Der Westflügel hat über dem steinernen Sockel einen gläsernen Penthouse- Aufbau.
Die Piazza ist Mittelpunkt und Treffpunkt des Resorts. Sie ist gesäumt von Boutiquen und Cafes sowie Ankunft- und Abfahrtsort der Bürgenstockbahn. Ein gedeckter Flanierbereich umfasst die Piazza und schafft eine Verbindung zum Palace, damit sich die Gäste auch bei schlechtem Wetter geschützt im Resort bewegen können.
Das Hotel sitzt prominent auf dem Fels des Bürgenstock, 440 Meter über dem See. Diese Höhe entspricht modernen Hotels in Hochhäusern in Weltstädten wie Shanghai oder Tokyo. Die Lobby hat eine spektakuläre Aussicht hoch über den See, ähnlich einer Lobby im 79. Stockwerk.
Das Hotel und die Inneneinrichtung sind an Szenenbildern stilbildender Filme angelehnt. Goldfinger, Lost in Translation, North by Northwest und Ironman dienen als Inspirationsquelle.
Die Zimmer zeichnen sich durch grosse Erkerfenster aus, die als Sitzplatz benutzt werden können, wie es Scarlett Johansson im Film ‚Lost in Translation’ tut. Auch ermöglicht ein französisches Fenster, welches geöffnet werden kann, die frische Luft und die Höhe zu spüren. In den Standard Zimmern wird auf ein Balkon verzichtet, da dieser die Sicht versperrt und nicht sehr attraktiv ist. Die Junior Suiten und die grösseren Suiten haben Balkone. Es dominieren präzise verarbeitete Materialien wie Holz, Naturstein, Leder und Glas.
Gegen Süden haben die Gäste private Loggien zum Relaxen und die Wärme zu geniessen. Diese Loggien dienen als VIP Lounges beim Openair Kino auf der Piazza.