Planänderung in Biel: Mikroapartments statt Hotel

Manuel Pestalozzi
19. março 2021
Das Projekt besteht nunmehr aus einem langgestreckten Bau mit Mikroapartments und einem Wohnhochhaus. (Visualisierung: loomn für Sollberger Bögli Architekten / Eiffage)

Am Ausgang der Taubenlochschlucht sollte ein Hotel entstehen. Doch nun hat die Bauherrschaft entschieden, lieber weiteren Wohnraum zu schaffen.

Einst stand am Ausgang der Schlucht eine Drahtfabrik. Sie ist seit längerer Zeit verschwunden. Für die Brache schrieb die Priora AG, ein Unternehmen der Effiage Gruppe, 2017 einen Wettbewerb aus, den das Büro Sollberger Bögli Architekten aus Biel gewinnen konnte. Sein Entwurf besteht aus zwei freistehenden Baukörpern: Entlang der Schüss erstreckt sich ein viergeschossiger Riegel, dem eine kleine Parkfläche vorgelagert ist. Dahinter erhebt sich ein Hochhaus mit 19 Stockwerken am Wanderweg, der in die Schlucht führt.

Statt des ursprünglich geplanten Hotels sollen nun Mikroapartments gebaut werden, das hat die Bauherrschaft kürzlich mitgeteilt. Die moderne und zukunftsorientierte Wohnform sei nicht nur ressourcenschonend, sondern auch für praktisch jede Lebensphase attraktiv. Auf 27 bis 64 Quadratmetern Wohnraum sollen die künftigen Mieter*innen alles finden, was man zum Leben braucht. Als Ausgleich für die verhältnismässig kleinen Wohnungen wird es einen Workspace, ein Fitnesscenter, eine Lounge und einen Gartensitzplatz geben, so der Entwickler. Dies sei wichtig, damit die Reduktion aufs Wesentliche gelinge. Das Restaurant im Erdgeschoss, das zum Hotel gehört hätte, bleibt in den neuen Plänen erhalten und soll ein Begegnungsort für die Einwohner*innen des Quartiers werden. 

An den Plänen für das Hochhaus hat sich unterdessen nichts geändert; weiterhin sind 69 Wohnungen mit 52 bis 105 Quadratmetern Fläche – darunter auch vier Lofts – vorgesehen. Ausserdem wird es im Erdgeschoss Gewerbeflächen geben.

Eine weitere Anpassung erfolgt schliesslich bei der Heizungsanlage der Überbauung: Ursprünglich war eine Hackschnitzelanlage geplant. Nun aber erweitert der ESB (Energie Service Biel) sein bestehendes Fernwärmenetz. Dies ermöglicht den Einbezug des Ensembles. 

Der Situationsplan aus der Wettbewerbseingabe zeigt die Lage der Überbauung am rechten Ufer der Schüss.

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