Erweiterung Schulhaus Gsteig

Der Baum im Haus

26. julho 2012

Erweiterung Schulhaus Gsteig
2011

Lufingen ZH

Auftragsart
Planerwahlverfahren

Bauherrschaft
Primarschule Lufingen

Architektur
Rohrbach Wehrli Pellegrino Architekturagentur / RWPA, Winterthur

Fachplaner
Kocher Ingenieurbüro AG, Bülach

Bauleitung
Bürgin Architektur, Rorbas

Fotos
Roland Bernath, Zürich

Die Primarschulhauserweiterung in Lufingen stammt von Rohrbach Wehrli Pellegrino Architekturagentur. Peter Wehrli wählt drei Zeichnungen und vier Fotos und beantwortet unsere fünf Fragen.

Ansicht Ost

Welche Inspirationen liegen diesem Projekt zugrunde?

Neben der Auseinandersetzung mit dem zeitgenössischen Schulhausbau orientierten wir uns am architektonischen Vokabular der bestehenden Schulanlage aus den 60er Jahren: sichtbare Strukturen wie in Serie gestellte Betonstützen, zurückgesetzte Bandfenster, Vor- wie Rücksprünge der Geschosse zur horizontalen Schichtung des Volumens und massive, geschlossene Stirnseiten.

Situation
Pausenhalle

Welches Produkt oder Material hat zum Erfolg des vollendeten Bauwerks beigetragen?

Das äussere Erscheinungsbild, die sichtbare Gebäudestruktur im Innern sowie der statisch wirksame Baum in der Pausenhalle sind die prägenden Elemente des Erweiterungsbaus. Allen gleich ist die Ausbildung in Beton, jedoch in unterschiedlicher Zusammensetzung und Verarbeitung. Insbesondere der an Ort betonierte Baum freut uns sehr: Er ist nach intensiver Planung und einem 1:1 Modell nun ausgewachsen und trägt Dach und Zwischenboden der Pausenhalle.

Korridor

Wie hat der Ort auf den Entwurf eingewirkt?

Die topografischen Verhältnisse hatten einen direkten Einfluss auf die innere Organisation des neuen Klassentraktes. Die Schulräume, durch in hangrichtung gesetzte Betonschotten räumlich definiert, sind dem Terrainverlauf entsprechend hang- wie talseitig an den Fassaden aufgereiht, was jedem Raum einen direkten Zugang ins Freie ermöglicht. Die Korridore können dadurch neben den Funktionen für Erschliessung und Aufenthalt auch als möblierbare Arbeitsbereiche genutzt werden.

Grundriss
Schnitt

Wie gliedert sich das Gebäude in die Reihe der bestehenden Bauten des Büros ein?

Das Schulhaus Gsteig ist unser erstes gebautes öffentliches Gebäude. Themen, welche uns bei kleineren Objekten bereits beschäftigten, konnten wir nun im grösseren Massstab bearbeiten: Suche nach der Identität des Objekts, Art des Weiterbauens, Umgang mit der Wechselbeziehung zwischen Architekt und Bauherrschaft.


Wir freuen uns über Ihre Anregungen und Kritiken!

Ansicht West

Worin liegt das Besondere an dieser Bauaufgabe?

Die Schulanlage Gsteig liegt an einem Hang ausserhalb des Dorfes, umgeben von Kulturland. Es galt, die ursprünglich in sich geschlossene Anlage volumetrisch annähernd zu verdoppeln, ohne die harmonische Situation zu brechen. Die Massnahme, die Erweiterung als zweigeschossigen Zeilenbau quer zum Hang zwischen den bestehenden Klassentrakt und das Abwartshaus zu legen, schien uns dies zu leisten. Im Schnittpunkt von Bestand und Erweiterung entstand die neue Pausenhalle mit dem Betonbaum als Zentrum.

Erweiterung Schulhaus Gsteig
2011

Lufingen ZH

Auftragsart
Planerwahlverfahren

Bauherrschaft
Primarschule Lufingen

Architektur
Rohrbach Wehrli Pellegrino Architekturagentur / RWPA, Winterthur

Fachplaner
Kocher Ingenieurbüro AG, Bülach

Bauleitung
Bürgin Architektur, Rorbas

Fotos
Roland Bernath, Zürich

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