Sanierung und Erweiterung Alters- und Pflegeheim Ilanz

Weiterbauen

13. novembro 2014

Sanierung und Erweiterung Alters- und Pflegeheim Ilanz
2014

Ilanz GR

Auftragsart
Projektwettbewerb selektiv

Bauherrschaft
Stiftung Evang. Alters- und Pflegeheim Ilanz

Architektur
ARGE Aschwanden Schürer Architekten AG / Curdin Michael Architekt GmbH, Zürich

Fachplaner
Bauingenieur: ARGE Blumenthal Giachen, Ilanz / biro d’inschignier Deplazes, Surrein
Elektroplaner: Nay & Partner AG, Chur
Heizungsplaner: hesaplan ag, Schluein
Lüftung- und Kälteplaner: Züst Haustechnik AG, Grüsch
Sanitärplaner: Paganini Plan AG Integral, Chur
Küchenplaner: H plus S Gastronomiefachplanung GmbH, Bern
Landschaftsarchitekten: Müller Illien Landschaftsarchitekten, Zürich
Lichtplaner: d’lite lichtdesign, Zürich

Gesamtkosten
CHF 36.4 Mio. (inkl. Provisorium)

Gebäudekosten
CHF 27.9 Mio.

Gebäudevolumen
SIA 116: 27’433m3
SIA 416: 25’954m3

Kubikmeterpreis
BKP 1-9
SIA 116: 1'326 CHF/m3
SIA 416: 1'402 CHF/m3

BKP 2
SIA 116: 1'017 CHF/m3
SIA 416: 1'074 CHF/m3

Fotos
Franz Rindlisbacher, Zürich

Aschwanden Schürer und Curdin Michael haben kürzlich die Sanierung und Erweiterung des Alters- und Pflegeheims Ilanz fertiggestellt. Curdin Michael stellt sich unseren Fragen.

Nordfassade mit Dementengarten

Worin liegt das Besondere an dieser Bauaufgabe?
Das Gebäude, welches selbstbewusst entlang der von Norden nach Süden verlaufenden Hangkante steht, wurde volumetrisch um rund einen Drittel Richtung Süden erweitert. Die Raumaufteilung der bestehenden Anlage wurde generell beibehalten, ebenso die Ost-West-Orientierung des Gebäudes. Alt- und Neubauteile werden innen wie aussen formal gleich behandelt, mit der Absicht, die Anlage zu einer räumlichen und formalen Einheit zusammenwachsen zu lassen.

Alle Zimmer sind gleichwertig. Es gibt kein Alt und Neu. Wie bei den Palazzi in Soglio, deren Teile aus verschiedenen Zeiten stammen, sind hier die Teile von Alt und Neu nicht vordergründig ablesbar.

Bewohnerzimmer

Welche Inspirationen liegen diesem Projekt zugrunde?
Wir befanden die vorgefundene Architektur vor allem in der strukturellen und formalen Ausbildung als gelungen und haben die Elemente weiterentwickelt.

Das Haus liegt am Hang. Der Haupteingang mit einer langgestreckten, grosszügigen Halle mit den allgemeinen Nutzungen liegt im mittleren Geschoss. Die gesamte vertikale Verteilung erfolgt über diese mittlere Ebene. Dies hat uns stark an ein Schiffsdeck erinnert.

Die getrennt nach oben und unten führenden Treppenanlagen ermöglichen eine individuelle Erschliessung der Pflegegruppen und einen Rundlauf durchs ganze Haus. Diese Erschliessungsfigur hat Analogien zu Chillida Skulpturen. So war denn auch das Kennwort des Wettbewerbprojektes baskisch «ikaraundi», auf deutsch «rauer Wind».

Gruppenraum mit Cheminée
Aufenthaltsbereich Korridor

Wie hat der Ort auf den Entwurf eingewirkt?
Die Lage am Hang und der bestehende Schnitt ergeben eine starke Ost-West-Ausrichtung. Das Gegenstück zum Hang an der Westseite ist das lange, tief hinuntergezogene Dach auf der Westseite. Die Treppen wurden so angelegt, dass sie sich in diese Bereiche eindrücken. Dadurch gibt es in den Untergeschossen eine ostseitige, in den Obergeschossen eine stark westseitige Orientierung.

Die Umgebung ist geprägt von der nahen Stadtmauer und den Einfriedungen der privaten Gärten mit zum Teil hohen Mauern. Diese werden in der Anlage des Dementengartens aufgenommen.

Treppenaufgang

Inwiefern haben Bauherrschaft, Auftraggeber oder die späteren NutzerInnen den Entwurf beeinflusst?
Der Entwurf wurde nicht stark verändert, ausser in der Lage der Treppen. Ein wichtiges Anliegen vor allem der Pflegeleitung war es, dem Gebäude keinen Spitalcharakter zu geben. Dies widerspiegelt sich in der Architektur in verschiedenen Aspekten, nicht zuletzt in der Materialisierung.

Andachtsraum

Welches Produkt oder Material hat zum Erfolg des vollendeten Bauwerks beigetragen?
Die Erschliessungsfigur wird getragen von den Hartbetonböden aus einheimischem Sand, dem roh belassenen Weissputz und den eichenen Handläufen. Materialien, welche als Kontrast zu den Einzelräumen roh belassen wurden, jedoch eine sorgfältige Verarbeitung verlangen, aber auch eine starke Präsenz aufweisen.

Situation
Grundrisse
Schnitte
Fassaden
Grundriss 1. Obergeschoss

Sanierung und Erweiterung Alters- und Pflegeheim Ilanz
2014

Ilanz GR

Auftragsart
Projektwettbewerb selektiv

Bauherrschaft
Stiftung Evang. Alters- und Pflegeheim Ilanz

Architektur
ARGE Aschwanden Schürer Architekten AG / Curdin Michael Architekt GmbH, Zürich

Fachplaner
Bauingenieur: ARGE Blumenthal Giachen, Ilanz / biro d’inschignier Deplazes, Surrein
Elektroplaner: Nay & Partner AG, Chur
Heizungsplaner: hesaplan ag, Schluein
Lüftung- und Kälteplaner: Züst Haustechnik AG, Grüsch
Sanitärplaner: Paganini Plan AG Integral, Chur
Küchenplaner: H plus S Gastronomiefachplanung GmbH, Bern
Landschaftsarchitekten: Müller Illien Landschaftsarchitekten, Zürich
Lichtplaner: d’lite lichtdesign, Zürich

Gesamtkosten
CHF 36.4 Mio. (inkl. Provisorium)

Gebäudekosten
CHF 27.9 Mio.

Gebäudevolumen
SIA 116: 27’433m3
SIA 416: 25’954m3

Kubikmeterpreis
BKP 1-9
SIA 116: 1'326 CHF/m3
SIA 416: 1'402 CHF/m3

BKP 2
SIA 116: 1'017 CHF/m3
SIA 416: 1'074 CHF/m3

Fotos
Franz Rindlisbacher, Zürich

Projeto destacado

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