Foto © Jean-Luc Valentin
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Zeichnung © KSP Jürgen Engel
Zeichnung © KSP Jürgen Engel

WestendDuo

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Standort
Frankfurt am Main, Deutschland
Jahr
2006
Bauherrschaft
Hochtief Projektentwicklung GmbH

Das WestendDuo an der Bockenheimer Landstraße ist gemessen an seiner Höhe von nur 96 Metern eher eines der kleineren Hochhäuser in Frankfurt, doch ist es durch seine schlichte Eleganz ein neuer Höhepunkt in der Skyline der Mainmetropole und besticht durch ein ausgeklügeltes Technik- und Konstruktionskonzept.

Die beiden schlanken Türme richten sich an den, an der Bockenheimer Landstraße aufeinander treffenden Stadtraster des Frankfurter Westends auf. Die gespannten Fassaden erzeugen eine dynamische Wirkung entlang der Gebäudelängsachse. Die aufrecht stehenden Fassadenelemente fassen zwei Stockwerke zu einer Einheit und lassen die Türme schlank und elegant wirken.

Als ein Novum unter den Hochhäusern in Frankfurt sorgt das ausschließlich öffentlich zugängliche Erdgeschoss mit Restaurant und Bars für eine Aufwertung des Stadtraums sowie des Hauses und setzt das Haus in Beziehung zu seiner Umgebung. Der alte Baumbestand auf dem Vorplatz blieb unberührt und empfängt die Besucher auf einem parkähnlichen Grundstück.

Um flexibel auf zukünftige Nutzerwünsche eingehen zu können, ist der Neubau für verschiedene Mietkonstellationen konzipiert. Die Positionierung der Erschließungskerne und die stützenfreien Innenräume erlauben sowohl die kleinteilige Vermietung bis zu vier Einheiten pro Etage, als auch die Realisierung unterschiedlicher Bürolandschaften, vom Großraum über Teambereiche bis zum Zellenbüro.

Das Energiekonzept des WestendDuos hat einen hohen Nutzungskomfort bei vergleichbar niedrigem Energieverbrauch zum Ziel. Die natürliche Belüftung der Räume über Öffnungsflügel sorgt für ein angenehmes und individuelles Raumklima. Die Doppelfassade minimiert Wärmeverluste und schützt mit dem im Zwischenraum liegenden Sonnenschutz im Sommer vor zu großer Aufheizung.

Eines der Kernelemente des Konzepts ist die Klimadecke, welche im Winter mit erwärmten und im Sommer mit gekühltem Wasser gespeist wird. Aus 140 Metern Tiefe unter dem Haus wird über Pumpen konstant 21 Grad warmes Wasser gepumpt. Über eine Wärmepumpe und - tauscher wird die Temperaturdifferenz zwischen Grundwasser und der Flüssigkeit des Heiz-/Kühlsystems im Sommer zum Kühlen und im Winter zum Heizen genutzt. Nur in Spitzenzeiten erfolgt eine zusätzliche Kühlung/Heizung über konventionelle Methoden.

Um die festgeschriebene Bauhöhe von 96 Metern des Hauses optimal auszunutzen, wurde in enger Abstimmung mit der Tragwerksplanung und der Haustechnik bereits im Wettbewerb eine innovative und neuartige Deckenstruktur entwickelt. Frühzeitig entschloss man sich für die Teilung der in der Decke geführten Haustechnik und der jeweiligen Zuordnung zu dem über oder darunter gelegenen Geschoß.

Da man in der Geschoßhöhe auf drei Meter beschränkt war, wurde ein gefaltetes Deckensystem entwickelt, in dem je nach Lage eine abgehängte Decke (Zuluft, Sprinkler in den inneren Flurbereichen) oder ein Doppelfußboden (IT, Elektroinstallation in den umlaufenden Bürobereichen) integriert wurde. Durch die Integration der Haustechnik in die Konstruktion der Decke beträgt die Gesamthöhe des Deckensystems 53 cm. Durch diese Reduktion konnten in einem Hochhaus von unter 100 Meter Höhe 25 Standardgeschosse untergebracht werden.

BGF
32.700 m²

Fertigstellung
12/2006

Auszeichnungen
Internationaler Hochhauspreis 2008 – Sonderpreis für Nachhaltigkeit
Prime Property Award 2008 – 3. Preis

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