Visualisierung © Carol Egger
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Umnutzung und Erweiterung Bauerngehöft

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  • Mehrfamilienhäuser
Jahr
2010

Programm : Umnutzung Bauerngehöft in Wohnungen
Auftraggeber: Feldmann-Immobilien AG
Architekten: nik biedermann architekt
Baumanagement: Sarcelle AG

Gebäudekenndaten:
Rauminhalt SIA 416: 3‘651m3
Gebäudekosten BKP 2: ca. Fr. 3.0Mio.

Studienauftrag auf Einladung 2010, 2. Rang

Der Dorfkern von Killwangen, heterogen angesiedelt entlang der ursprünglichen Wegkreuzung, zeichnet sich durch markante, pragmatisch gewachsene, mehrteilige Gebäudekonglomerate aus. Das umzubauende Bauernhaus mit Scheune und Stallung reiht sich nahtlos in dieses Gefüge ein und repräsentiert den nur noch spärlich vorhandenen Bauernhaus-Archetypen.

Das bestehende, dreiteilige Gebäudekonglomerat wird beibehalten. Mit dem Erweiterungsbau, an Stelle des ehemaligen Schopfes, wird im Süden ein identitätsstiftender, gut besonnter Gartenraum geschaffen. Dieser spannt sich zwischen dem Gebäudewinkel und dem zur Strasse gewendeten Fahrzeugunterstand auf. Zusammen entsteht ein lockeres Gebäudeensemble mit durchlässigen Aussenräumen.
Am Hauptgebäude wird so weitergebaut, dass mit einem weit auskragenden Schleppdach über dem neuen Gebäudeteil eine volumetrische Transformation entstehen lässt, die sowohl traditionelle Gebäudefiguren als auch zeitgemässe Interpretationen zulässt. Das Resultat ist eine Gebäudekomposition mit einem Kopf in massiver Bauweise und einem winkligem Rumpf in filigraner Bauweise. Dies wir durch eine subtile, lichtfilternde Einkleidung aus Lärchenholz-Rahmenelementen unterstützt, welche je nach Anforderung differenziert geöffnet werden können. Die bestehende Hierarchie der Gebäudeteile und ihre Präsenz zu den Aussenräumen bleiben bestehen.

Die gemeinsame Adresse aller Wohnungen ist an der Dorfstrasse. Die 5 Wohnungen sind so in den Gebäudewinkel eingebettet, dass sich dazwischen der Erschliessungsraum ausdehnt, ausgehend vom deckungsgleichen Zugang zur ehemaligen Scheune. Er verbindet nicht nur die Wohnungen und Nebenräum miteinander, sondern ist auch Begegnungsraum von unterschiedlicher Privatheit auf dem Weg zu angrenzenden Aussen- und Innenräumen

Die Wohnungstypen und Nebenräume werden geprägt durch die Besonderheiten jedes einzelnen Gebäudeteils. Sei es der plastische Reichtum des filigranen Holzstabwerks der Scheune, die introvertierten Kammerungen innerhalb des massiven Gemäuers mit den tiefen Fensternischen des Wohnhauses, die raumerweiternden Veranden als Membrane zwischen aussen und innen im Erweiterungsbau oder der steinerne Gewölbekeller für gemeinschaftliche Aktivitäten.

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