Ökonomiegebäude Lützelsee

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2019 – 2023
クライエント
Hochbauamt Kanton Zürich
Holzbauingenieur
Indermühle Holzbauingenieure, Thun
Bauingenieur
Lukas Baumann AG, Bremgarten
Elektroingenieur
Brunner Elektro-Engineering GmbH, Bubikon
Gebäudetechnikplaner
MD-Plan GmbH, Pfäffikon ZH
PV-Planer
TNC Engineering AG, Feldmeilen
Kunst am Bau
Urs-P. Twellmann, Künstler, Schlosswil

Der zum Menzihaus gehörende Landwirtschaftsbetrieb ist Teil des charakteristischen Umfelds von diesem wichtigen Schutzobjekt und soll langfristig dem Standort entsprechend bewirtschaftet werden. Der Betrieb wird so optimiert, dass der Tierbestand auf das verfügbare Futter abgestimmt ist. Die Pflege von Riet- und Naturschutzflächen ist ein wichtiges Standbein. Die Ökonomiegebäude werden dafür instandgesetzt, der Stallanbau leicht erweitert und es wird eine neue Remise erstellt. Der alte Steinsilo dient künftig als Regenwassertank. Die Scheune mit Hocheinfahrt bleibt dabei als Zeitzeugin und prägendes Volumen erhalten. Die freistehende Remise fasst den Hofplatz und bildet einen Abschluss des Ensembles gegen Westen. Mit Satteldach und eingefärbter PV-Anlage ordnet sie sich ins Orts- und Landschaftsbild ein.

Die neue Remise schafft es, den Hofraum besser zu fassen, und definiert einen klaren Abschluss des Weilers nach Westen. Dadurch wird auch der Hofverkehr nahe der Badstrasse an der Nordseite konzentriert und das Betriebszentrum um das Menzihaus gestärkt. Der Neubau in Holz integriert sich typologisch und massstäblich in die ortstypische Bebauungsstruktur. Seine semipermeable Hülle sorgt für gute Belichtung und Belüftung. Die feingliedrige Struktur und die gut integrierten PV-Module verleihen dem Volumen einen zurückhaltenden, aber eigenständigen Charakter. Die bestehenden Gebäude und insbesondere die grosse Scheune mit Hocheinfahrt, welche einen hohen Situationswert darstellt, werden erhalten, aber durch gezielte Eingriffe den heutigen Anforderungen angepasst.

Der Energieverbrauch der Ökonomiegebäude ist gering und wird zu 100% CO2-neutral, lokal produziert. Die graue Energie für die Erstellung und den Rückbau wurde so weit wie möglich minimiert. Die Remise wird komplett als Holzbau errichtet und das verwendete Holz soll aus dem Zürcher Staatswald bezogen werden. Sparren vom abgebrochenen Unterstand werden für die statische Ertüchtigung der Scheunenböden wiederverwendet. Die Wiederverwendung von Bauteilen ist auch bei den Sanitärapparaten im WC ein Thema. Die Remise wird ins Terrain eingepasst und das Fundament so optimiert, dass möglichst kein Aushubmaterial abtransportiert werden muss. Der alte Steinsilo wird neu als Regenwassertank genutzt und reduziert so, für die Bewässerung des grossen Bauerngartens und das Waschen von Stiefeln und Maschinen, den Trinkwasserverbrauch. Das Meteorwasser kann vor Ort versickern oder in den nahen Bach geleitet werden. Ersatzpflanzungen von Bäumen erfolgen mit standortgerechten, einheimischen Pflanzen und für bedrohte Vögel und Fledermäuse werden Nisthilfen integriert.

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