Foto © Alder Clavuot Nunzi
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Bergstation Funivia Albigna

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Standort
7603 Vicosoprano
Jahr
2016
Kosten
1 Mio. – 100 Mio.
Bauherrschaft
ewz Elektrizitätswerk der Stadt Zürich

Die Staumauer liegt als Bauwerk von monumentaler Ausdehnung in der rauen bergeller Berglandschaft. In Form und Gestalt folgt sie ihrer Funktion und der dazu erforderlichen statischen Logik.
Ohne diese Monumentalität transportieren zu wollen, stattdessen aber in verwandter Selbstverständlichkeit, sollen die Seilbahnstationen das Kraftwerk ‚Albigna’ mit den der Aufgabe sowie den ihrem repräsentativen Charakter entsprechenden Mitteln präsentieren.
Die Gesamterneuerung der Seilbahn bedeutete primär den Bau einer Werkseilbahn, die dem Betrieb als einziges allwettertaugliches Verbindungsmittel zwischen Tal und Staumauer zur Verfügung steht. Über diese zweckmässige Forderung hinaus hatte der grossen Bedeutung und Ausstrahlung der Anlage für das Elektrizitätswerk sowie ihrer Öffentlichkeit gerecht zu werden.

Zu Beginn der Suche nach einer Gestalt der Tal- sowie der Bergstation stand in der Konsequenz die minimale, ökonomische Ummantelung des Maschinenraums als betriebliche Grundvoraussetzung. In derselben industriellen Sprache, darin jedoch als präzise architektonische Geste formuliert, wurden die restlichen Funktionen daneben arrangiert, mit der Seilbahninfrastruktur unter einer Hülle vereint und in der Topografie zu einer prägnanten Figur geformt. Die Gebäude sollen in Einfachheit, jeweiliger Eigenständigkeit und evidenter Form erscheinen und sich als adäquates Gesicht der Elektrizitätswerke zeigen.

Die Bergstation steht der Faltung der Talstation als massive Baukörperfigur gegenüber. Ein Betonsockel als Schwergewicht bildet in expressiver Weise die wirkenden Seilkräfte ab und setzt sich am Fuss der emporsteigenden Staumauer fest. Auf dessen Krone komplettiert ein Stahlskelett die Gestalt – zum Tal hin sich öffnend und zur Staumauer auf die Höhe ihrer Dachträger verjüngt. In der Ausarbeitung der Fassaden wird die Schwere des Betonsockels durch Bearbeiten der Oberflächen zusammen mit der Metallhülle in ein Gleichgewicht von geometrischen Flächen überführt, das zwischen Monumentalität und Filigranität vermittelt und Staumauer und Station samt Seilbahntechnik in der Gestalt zusammenbringt. Die ankommende Gondel legt am von den Dachträgern hängenden Podest an, das unter den Seilen direkt in den Maschinenraum übergeht. Eine Treppe führt in den Bauch des massigen Sockels und durch eine Luke in der schrägen Betonwand in die Berglandschaft am Fusse der Staumauer.

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