Freibad KaWeDe

Bern
© Nightnurse
© Kast Kaeppeli
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Architekten
Kast Kaeppeli Architekten
Jahr
2025

Unter dem Begriff „Licht, Luft und Bewegung“ wurden in der Zwischenkriegszeit zahlreiche Sportstätten, namentlich Freibäder in ganz Europa errichtet. Die Ka-We-De (Kunsteisbahn Wellenbad Dählhölzli) wurde 1933 durch die Architekten Rudolf von Sinner und Hans Beyeler als erste moderne, kombinierte Eis- und Wassersportanlage in Bern erbaut. Die bewussten formalen Anleihen der Architektur an einen Ozeandampfer - das Restaurant zwischen den zwei Wasserflächen wird zum Achterdeck, Fenster zu Bullaugen, Geländer zur Reeling - weckt Erinnerungen an eine Luxuskreuzfahrt. Das architektonische Konzept beruht in der Grossform und trennt zwei verschiedene Welten: geschlossen, mauerhaft zeigt sich der Bau zur Stadtseite hin, die hektische und lärmige Welt des Alltags, der Arbeit und des Verkehrs. Aufgelöst, leicht und einladend öffnet er sich zur Badseite, die Welt der Freizeit, des geruhsamen Sportes, der Beziehung zur Natur, zu Sonne, Wasser und Wald. Die Anlage verfestigt die landschaftlichen Gegebenheiten des Aarehangs, die notwendigen Terrassierungen sind konsequent in den Gebäudeteilen aufgenommen.
In den 80er Jahren wurde als Erweiterungsbau ein Garderobentrakt hinzugefügt, der anstelle der Tribüne errichtet wurde.
Der Bau aus den 30er-Jahren wird unter denkmalpflegerischen Grundsätzen sanft saniert und nur wo nötig umgebaut. Die originale Zugangssituation und der Zugang zum Restaurant wird so belassen.
Die Garderobenfläche und die Nasszellen werden optimiert und kompakter organisiert. Die dadurch freiwerdende Fläche soll einen Mehrwert für die Anlage generieren. Das architektonische Konzept der Anlage, zur Strasse geschlossen und zur Natur sich öffnend, wird im Erdgeschoss des Garderobengebäudes aus den 80er Jahren verstärkt, indem die Erdgeschossfassade um 1.70m verschoben wird, um Platz für Liegefläche im Sinne von Holzpritschen zu gewinnen. Die Holzpritschen sind auf Sitzhöhe angedacht, erlauben eine bessere Sicht auf die künstliche Wasserfläche oder auf das Eisfeld des grossen Beckens und erinnern an die ursprüngliche Tribüne an dieser Lage. Auf der freiwerdenden Fläche hinter den Holzpritschen wird mit einem Mehrzweckraum ein Mehrwert für alle Jahreszeiten geschaffen. Die Bullaugen nehmen das Motiv des Ozeandampfers auf und gewährleisten einen Ausblick auf die Wasserfläche.
Weiter soll beim Garderobentrakt die Liegefläche im 1. Obergeschoss besser aktiviert werden. Diese wird heute zu wenig genutzt und ist schwer auffindbar. Durch eine neue grosszügige und gut sichtbare Aussentreppe soll diese Situation verbessert werden.

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