Kleines Haus

Jonschwil
Wohnraum OG-DG
Foto © Florian Amoser
Situation Dorfkern
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Zimmer DG - Wohnraum OG
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Wohnraum EG mit Küche
Bild © Florian Amoser
Ansicht Nord-Ost
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Detail Treppe
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Wohnraum
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Detail
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Aussicht Zimmer OG
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Treppe OG-DG, Bad OG, Zimmer OG
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Detail Passivlicht Bad OG
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Zimmer DG
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Wohnraum
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Detail Eingang Fassade Süd-West
Foto © Florian Amoser
Architekten
Lukas Lenherr Architektur
Standort
Jonschwil
Jahr
2019

Mitten im Dorf von Jonschwil im Alttoggenburg der Schweiz stand sie - die alte Remise. Früher wurde sie mit Schilte Siebni benannt, was in den Dörfern jeweils für dasjenige Gebäude üblich war, das am schiefsten in die Gegend ragte.

Diese Remise wurde konstruktiv gesichert und später wurden übereinander drei, zueinander abgedrehte, Zimmer mit Nasszellen eingebaut. Diese Stapelung öffnet einen spiralförmigen und vertikal nach oben verlaufenden Lebensraum durch alle drei Stockwerke hindurch.

Auf dem quadratischen Grundriss von 6 x 6 Meter steht nun ein „Kleines Haus“ mit nicht ganz 99 Quadratmeter Wohnfläche. Die Öffnungen im Innern verknüpfen die Räume, große Fenster schaffen Bezüge zur nahen Umgebung, Durchblicke entstehen.

Die Verhältnisse zwinkern japanische Raumkonstellationen hervor. Das Haus hat keine Korridore sondern besteht aus einer Sequenz von Räumen. Diese lassen sich in verschiedenen Abfolgen erleben und mit horizontalen Netzen durchaus im Schwebezustand erfahren.

Die Materialien sind natürlich belassen und klar reduziert. Die Gegensätze und Sprünge der Werkstoffe treffen ohne Kaschierungen aufeinander. Die Materialien sind vielfach zweckentfremdet eingebaut und die Spuren der Arbeiten sind Teil vom Ganzen.

Einen Keller hat das Haus wegen dem Grundwasser keinen und die Technik findet Platz in einem Schrank im Waschraum. Klein heißt auch wenig Volumen heizen zu müssen. Eine dicke Dämmung aus Holzfaser und Schafwolle schützt das Haus. Der Holzofen wird unterstützt durch eine Bodenheizung im einfach geschliffenen Unterlagsboden.

Die Witterung wird die Holzfassade mit ihren Kanthölzern aus heimischer Lärche und den einfachen Holzfenster aus Föhre über die Jahre hin zeichnen. Das später hervordringende sichtbare Schraubenbild wirkt der Alterung entgegen. Gemäß dem Ortsbildschutz nimmt der zurückhaltende Bau auf der ganzen Länge Bezug auf zu dem historischen Kontext und prägt den Ort somit nachhaltig.

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