Extrovertiert und flexibel

Manuel Pestalozzi
31. 1月 2020
Das Projekt von Felippi Wyssen wirkt leicht und gewährt Einblicke. (Visualisierung: zvg Medienstelle Senn)

Fabio Felippi und Thomas Wyssen haben den Projektwettbewerb um die Gestaltung des Baus «PH2» auf dem Allschwiler Entwicklungsgebiet «BaseLink» gewonnen. Die Jury überzeugten sie mit der Leichtigkeit und Transparenz ihres Vorschlags.

«BaseLink» ist der «International hub for rising technologies Switzerland». Etwas geerdeter tönt der Name des Areals: Bachgraben. Es liegt nördlich von Allschwils Dorfbach und nur einen Steinwurf von der französischen Grenze entfernt. Hier soll auf insgesamt 16 Baufeldern ein «ganzheitliches Life-Science Ökosystem» entstehen. Das Baufeld von «PH2» (PH steht für Public Health) wird dabei eingefasst von den Projekten «GRID Campus of Collaboration» (grand réseau d'innovation et de développement) vom Entwicklungsunternehmen Senn und Herzog & de Meuron sowie dem «Swiss TPH» (TPH meint Tropeninstitut) von Kunz und Mösch. Die zwei Nachbarn Senn und das Swiss TPH, unterstützt von der Rudolf Geigy-Stiftung, haben für die Entwicklung des Baufeldes zusammengespannt und einen gemeinsamen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Diesen haben nun Felippi Wyssen aus Basel gewonnen.

Gefordert war eine Struktur, welche nicht nur flexibel einteilbar und individuell nutzbar ist, sondern eine PH-würdige «Publikumsorientiertheit» und «Willkommenskultur» verkörpert. Fabio Felippi und Thomas Wyssen haben daher eine offene und leichtfüssig anmutende Struktur entworfen, die leise Erinnerungen weckt an avantgardistische Projekte der 1960er-Jahre. Rund 10'000 Quadratmeter Geschossfläche wird ihr Bau bieten. Im Erdgeschoss wollen das Swiss TPH und die Rudolf Geigy-Stiftung ein «Zentrum für patientennahe Forschung und Behandlung» einrichten. In den Obergeschossen sind Labors und Büros geplant sowie ein Dormitorium für die Kurzzeit-Beherbergung von Studierenden, Dozent*innen und Gästen des Swiss TPH.

Hohe Räume, sichtbare Tragelemente und viel Glas sollen das Innere prägen. (Visualisierung: zvg Medienstelle Senn)

Dank einer gekonnten Platzierung öffnet sich das Projekt von Felippi Wyssen «wie ein Schaufenster» zur Strasse und zum Park. «Das Projekt schafft Raum für Austausch. Das ist ganz im Sinne der Zusammenarbeit mit der Rudolf Geigy-Stiftung, mit dem Ziel, gemeinsam einen Ort für Überraschendes zu kreieren», freut sich Johannes Senn, Geschäftsführer der Senn Resources AG, über das Resultat. «Mit dem ‹PH2› entsteht Raum für Kreativität und Innovation. Ein Ort der Begegnung, wo in der Interaktion Neues entstehen kann und ein weiterer wichtiger Anker für das hier entstehende Life Science Ökosystem», fasst Marcel Tanner, Präsident der Rudolf Geigy-Stiftung, seine positiven Eindrücke zusammen.

Die Böden der Aufenthaltsbereiche im Freien sind lichtdurchlässig. (Visualisierung: zvg Medienstelle Senn)
«BaseLink» erstreckt sich über ein ganzes Geviert und umfasst insgesamt 16 Baufelder. (Plan: zvg Medienstelle Senn)

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