Wohn- und Gewerbehaus Hallenstrasse

Zürich
Foto © Roger Frei
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Architekten
Bob Gysin Partner
Standort
Hallenstrasse 8, 8008 Zürich
Jahr
2022
Bauherrschaft
Swiss Life AG / Anlagestiftung Swiss Life
Landschaftsarchitektur
Hager Partner, Zürich
Baumanagement
Güntensperger Baumanagement
Bauingenieurwesen
Schärli + Oettli
Elektroplanung
Thomas Lüem Partner
Haustechnik
SWT-Gebäudetechnik AG
Energie und Nachhaltigkeit
EK Energiekonzepte
Bauherrenvertretung
SC4S Partner GmbH

«Zürichs verfluchtes Landstück wird neu überbaut» – Der Ersatzneubau befindet sich in einer ruhigen Nebengasse im Zürcher Seefeld-Quartier. Angrenzend an ein Geschäftshaus an der rege befahrenen Dufourstrasse, schafft der Bau einen harmonischen Übergang zu den benachbarten Wohnbauten aus dem 19. Jahrhundert. Früher sorgte das hier lokalisierte grösste vollautomatisierte Parkhaus der Schweiz für Schlagzeilen.

Das Gebäude wird durch innere und äussere Kräfte geformt und ist so auch ein Mediator zwischen äusserer und innerer Logik. In der Ausarbeitung von Volumen, Proportionen und äusseren Materialisierung wurden Elemente und Fluchten aus der Nachbarschaft aufgenommen und in einem eigenständigen Projekt mit zeitgemässen Grundrissen und eigenem Ausdruck zusammengeführt. Die baurechtlich notwendige Abtreppung wurde genutzt, um über die Ausbildung von Terrassen viel Tageslicht und private Aussenräume in einem dichten städtischen Kontext zu bieten. Das Erdgeschoss wird durch öffentliche und kommerzielle Nutzungen belebt und der Hinterhof durch einen neuen Kleinst-Grünraum aufgewertet. Im Innern gelang man nach dem Treppenhaus im ersten Geschoss über eine «rue intérieure» und im 3. Obergeschoss über einen lichtdurchfluteten Korridor zu den Wohnungen. Die Grundrisse inklusive Erschliessungsflächen sind auf jeder Etage verschieden, um jeder räumlichen Situation Rechnung zu tragen. Der vielfältige Wohnungsmix reicht von Kleinst- oder «Microappartements» über mittlere Maisonett- bis hin zu 4,5-Zimmer-Wohnungen. Wenige, dafür hochwertige und langlebige Materialien prägen die Innenräume des nach Minergie geplanten Gebäudes. Der ruhige Pol und tragende Kern bilden die Nasszellen, die konsequent übereinander liegen.

Allem voran zeigt das Projekt, wie erschwerte Baubedingungen zu weniger Emissionen und geringeren Kosten führen können.
Aufgrund der schwierigen Gründungs- und Grundwassersituation durch die Nähe zum See und den engen Bauplatzverhältnissen wurde das bestehende Untergeschoss des ehemaligen Parkhauses erhalten und das neue Gebäude auf dem Bestand abgestellt. Auf diese Weise entfiel ein aufwändiger Baugrubenabschluss, eine teure Wasserhaltung und die Abfangung der Nachbargebäude. Damit das Untergeschoss nach dem Abbruch der Obergeschosse nicht auftrieb, mussten die Pfähle, die durch die bestehende Bodenplatte geführt wurden, auch Zugkräfte aufnehmen können. Mit einem leicht erhöhten Planungsaufwand konnte so nicht nur eine erhebliche Einsparung an CO2 und Grauer Energie erreicht, sondern auch eine bedeutende Kostenreduktion erzielt werden, was unter Beweis stellt, dass Ökonomie und Ökologie durchaus in einer synergetischen Beziehung stehen können.

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