«Architecture Is a Job for God»

 Jenny Keller
30. März 2017
Seite aus dem Buch «Wang Shu Amateur Architecture Studio». Bild: Iwan Baan/Lars Müller Publishers
Bei Lars Müller Publishers erschien soeben das Buch «Wang Shu Amateur Architecture Studio». Es ist das erste grosse Buch über die jüngsten Arbeiten des chinesischen Architekten.
Der Architekt mit der klaren Haltung («I design a house instead of a building») wurde 2012 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet. Zusammen führen Wang Shu und seine Frau Lu Wenyu ihr Amateur Architecture Studio in Hangzhou seit bald 20 Jahren. Während in China neue Gebäude scheinbar ohne Ende hochgezogen werden, schwimmt Amateur Architecture gegen den Strom und benutzt Materialien von historischen Gebäuden, die von der Regierung systematisch abgerissen werden. Das Buch wurde in Zusammenhang mit der Ausstellung «The Architect’s Studio: Wang Shu» im Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk, Dänemark herausgegeben. Anlässlich dieser Ausstellung, die noch bis zum 40. April zu sehen sein wird, spricht Wang Shu in einem Video-Interview auch ganz offen über Demokratie, Chinas Entwicklung, Geschichte, die Verantwortung von Architekten und sein Wunschprojekt: eine öffentliche Toilette für ein chinesisches Dorf. Das 20-minütige Interview sei so sehenswert wie die Ausstellung, schreibt John Hill auf World-Architects.com.

 

  Wang Shu Amateur Architecture Studio
The Architect's Studio

Lars Müller Publishers
Herausgegeben von Michael Juul Holm, Kjeld Kjeldsen, Mette Kallehauge
Texte von Wang Shu, Mette Kallehauge, Kenneth Frampton, Ole Bouman, Yiping Dong, Aric Chen
Bilder von Iwan Baan
 
Hardcover
24 × 30 cm
240 Seiten, 239 Illustrationen
ISBN 978-3-03778-531-7, English
45,00 €

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