Moholy-Nagys Erbe

 Jenny Keller
10. Oktober 2018
«Momó with door», aus der Serie «Middle», 2011 © Gábor Arion Kudász
Mit dem 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum 2019 ist auch der Fotograf, Maler und Gesamtgestalter László Moholy-Nagy, der den Vorkurs in Weimar und später in Dessau leitete, wieder präsent in Feuilletons und Büchern von Deutschland bis in die USA.
An László Moholy-Nagy (das y bei Nagy spricht man nicht aus, eher sagt man «Nadsch») kamen wir im Unterricht der Architektur- und Kunstgeschichte nicht vorbei. Der Bauhaus-Lehrer emigrierte mit Marcel Breuer und Walter Gropius aus dem nationalsozialistischen Deutschland nach Grossbritannien und später nach den Vereinigten Staaten. Dort setzte Moholy-Nagy in Chicago seinen Unterricht im Sinne der Bauhaus-Tradition fort. Den Schülern sollte Sinn für Textur, Farbe, Licht und Volumen beigebracht werden, um das formalistische Diktum der nüchternen Moderne durch eine sinnliche Komponente zu ergänzen. Etwas, das Moholy-Nagys Collagen und Fotografien geprägt hatte.

Um diese Fotografien oder ihr Erbe geht es im Katalog Thirtythree. A new horizon of Photography at Moholy Nagy University of Art and Design Budapest, im Hatje-Cantz-Verlag erschienen. Das Buch widmet sich einer Generation junger Fotografinnen und Fotografen, die in den letzten 33 Jahren an der Moholy-Nagy-Universität für Kunst und Design (MOME) ausgebildet wurden.
«Thunder», aus der Serie «Epic Love Story of a Warrior», 2014 © Peter Puklus

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