Auch er?

 Katinka Corts
14. März 2018
Richard Meier. Bild: PLANE—SITE
Mehrere Frauen beschuldigen Architekt Richard Meier, sie sexuell bedrängt und genötigt zu haben. #MeToo scheint nun also auch die Architekturwelt erreicht zu haben.
In den vergangenen Monaten häuften sich im Rahmen der #MeToo-Debatte die Berichte über sexuelle Übergriffe. In Hollywood, im Showgeschäft. Nun scheint das Thema die Architekturwelt – auch dominiert von älteren Männern – erreicht zu haben. Am Dienstag Abend (MEZ) veröffentlichte die New York Times einen Bericht, in dem Richard Meier der sexuellen Belästigung und Nötigung bezichtigt wird. Mehrere Frauen, die im Umfeld Meiers arbeiteten, beschuldigen den Architekten. 

Konfrontiert damit sagte Meier, er ziehe sich für ein halbes Jahr vom Geschäft zurück und liesse es in den Händen des Senior Management Teams, was auch auf der Website des Büros so kommuniziert wird. Gras über die Sache wachsen lassen? Immerhin sagte er auch, er sei von den Anschuldigungen der Frauen peinlich berührt und er entschuldige sich bei jenen, denen er zu nahe getreten sei – «while our recollections may differ.» 

Richard Meier & Partners ist eines der weltweit grössten Architekturbüros und plant und baut international. Meier ist Träger des Pritzker Preises und war damals, 1984, der jüngste Empfänger dieser Ehrung.

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