«Bitte keine Araber»

Elias Baumgarten
17. Januar 2020
Screenshot: Elias Baumgarten

Gar nicht gut sieht das Berliner Architekturbüro GKK+Architekten dieser Tage aus. Die Chefin lehnte die Bewerbung von Yaseen Gabr mit der Begründung ab, sie wünsche keine Araber im Büro. Doch statt an eine Kollegin schickte sie die E-Mail an den jungen Architekten selbst, der sie in den sozialen Netzwerken publik machte. 

So war das gewiss nicht gedacht: Die Chefin des Berliner Architekturbüros GKK+Architekten wollte eine Kollegin anweisen, die Bewerbung von Yaseen Gabr abzulehnen. Sie schrieb nur einen Satz, doch der hatte es in sich: «Bitte keine Araber.» Versehentlich landete die Nachricht beim Bewerber, der sie prompt publik machte. Manchmal ist das Leben eben schon gerecht! Die Google-Bewertungen des Büros, dessen Website zwischenzeitlich offline ging, rauschten alsbald in den Keller, in den sozialen Netzwerken brach ein veritabler Shitstorm los. Yaseen Gabr indes hat nach deutschem Recht die Möglichkeit, gegen GKK+Architekten zu klagen.

Vorgestelltes Projekt

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