Institut für Architektur St. Gallen

Manuel Pestalozzi
28. Januar 2019
In der Alten Post wird jetzt entworfen. Bild: FHS St.Gallen

Am vergangenen 16. Januar, ein Jahr nach der Einweihung der ArchitekturWerkstatt in der Hauptpost, ist das dazugehörige Institut für Architektur IfA-FHS eröffnet worden.

Die Bemühungen um eine Architekturschule in St. Gallen tragen Früchte. Das neue Institut für Architektur ist Teil der FHS St.Gallen. Das IfA-FHS wird insbesondere Fragen zur regionalen Baukultur und deren Entwicklung und Bedeutung für die Ostschweiz stellen, um darauf aufbauend einen Blick in die Zukunft zu wagen und mögliche Lösungen anzubieten, wie die FHS auf ihrer Website mitteilt. Die neue Lehr- und Forschungseinrichtung vertieft vorerst zwei Forschungsschwerpunkte: Unter dem Titel «Raum und Wahrnehmung – Instrumente einer interdisziplinären Raumgestaltung» werden engere und weitere Merkmale der Raumgestaltung interdisziplinär entwickelt, insbesondere den spezifischen Einsatz von Licht im Innen- und Aussenraum sowie das Potential textiler Strukturen und integraler Raumakustik. Unter dem Titel «Baukultur Ostschweiz – ein architektonisches Wissensarchiv» werden die Bausubstanz der Ostschweiz und die ihr zugrunde liegenden stadtplanerischen und architektonischen Entwicklungsprozesse vor dem Hintergrund der jeweiligen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen untersucht.
 
Das architektonische Wissensarchiv ist bereits im Aufbau, zwei interdisziplinäre Forschungsprojekte sind gestartet. Zum einen ist es der «Atlas St.Gallen/Ostschweiz», zum anderen das Projekt «Wohnen und Arbeiten im Wandel». Bei letzterem wird anhand von Beispielen aus der Ostschweiz die Entstehung von Wohntypologien, Wohnpraktiken, Siedlungs- und Stadtstrukturen im Zusammenhang mit Veränderungen in der Arbeitswelt im Zeitraum von 1850 bis 1980 untersucht.

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