Neuer Elan beim Designers’ Saturday

Elias Baumgarten
15. Oktober 2019
Von links nach rechts: Fachbeiratsmitglied Thomas Wagner, Projektleiterin Flurina Cantieni, Vorstandspräsident Paul Schär und Gastkurator Christoph Goechnahts (Foto: Matthias Schneider © Designers’ Saturday)

Vom 6. bis zum 8. November 2020 findet die 18. Ausgabe des Designers’ Saturday in Langenthal statt. Die Projektleitung übernimmt Flurina Cantieni. Anhand einer neuen Organisationsstruktur und dem Themenrahmen «Enough!?» verantwortet sie mit ihrem frisch zusammengestellten Team den Event, wird ihn schärfen, zeitgemäss, attraktiv und interessant gestalten. 

Neuer Schwung, frischer Elan: Unter Führung der neuen Projektleiterin Flurina Cantieni herrscht bei der 18. Ausgabe des Designers’ Saturday Aufbruchsstimmung. Mitte August lud der Vorstand unter dem Präsidenten Paul Schär zur Pressekonferenz nach Zürich ein. Schär stellte die junge Rheintalerin vor, die vormals unter anderem bei Vitra und Laufen Bathrooms tätig war. Cantieni wird in Zukunft alle Fäden in der Hand halten und soll mit ihrem Team den Erfolg des Anlasses für die Zukunft sichern. Dazu gehören neu vier Gastkuratoren*innen, die jeweils einen Standort betreuen und die Aussteller an diesem Ort während des ganzen Prozesses begleiten. Zusammen mit dem Fachbeirat, welcher die eingereichten Konzepte der Aussteller für ihre Inszenierungen beurteilt, werden die drei neuen Elemente der Organisationsstruktur – Projektleitung, Gastkurator*innen und Beirat – das Profil des Events schärfen und den Parcours für die Aussteller und Besucher*innen attraktiv umsetzen.

Erhalten bleiben unterdessen die vier Gastgeberfirmen Création Baumann, Glas Trösch, Hector Egger Holzbau und Ruckstuhl. Im Gegensatz zu einer klassischen Messe werden die Besucher*innen am Designers‘ Saturday durch die Produktionsräumlichkeiten dieser vier Designunternehmen geführt und erhalten weiterhin exklusive Einblicke in die Produktion. Die Gastkurator*innen Atelier Ingold Raschke (Marianne Ingold und Gesa Raschke), Christoph Goechnahts, Ortreport (Katrin Murbach und Fabian Jaggi) sowie Fabio Rutishauser verantworten jeweils einen Standort. Sie definieren neue, überraschende Rundgänge, um den Besucher*innen wieder andere Schwerpunkte und Blickwinkel zu bieten. Während die Gäste von Aussteller zu Aussteller spazieren, können sie sich über interessante Neuentwicklungen informieren, sowie die Kreativität und den Erfindergeist der rund 70 ausstellenden Firmen kennenlernen.

Und noch weitere schöne Traditionen bleiben bestehen: Die Gäste werden bequem mit einem Shuttle-Bus von Standort zu Standort transportiert. Zudem sorgen die Gastgeber an jedem Standort auch weiterhin für kostenlose Verpflegung. Nach dem Selbstverständnis der Verantwortlichen soll der Besuch des Designers’ Saturday – mehr noch als zuvor – ein Erlebnis sein.

An der 18. Ausgabe in Langenthal werden erneut Carte Blanches verteilt. Die vier Gastkurator*innen dürfen jeweils eine Jungdesigner*in einladen. Diese vier Gestalter*innen erhalten finanzielle Unterstützung, um sich einem breiten Publikum vorzustellen.

Dass Hochschulen aus der Schweiz und dem Ausland eingeladen werden, sich zu präsentieren, ihre Studiengänge zu thematisieren und das Potenzial ihrer Studierenden zu zeigen, gehört zur Tradition des Designers’ Saturdays. 2020 werden diese wieder auf die Standorte verteilt, so wie dies früher schon gehandhabt wurde.

Gastkurator Christoph Goechnahts (Foto: Matthias Schneider © Designers’ Saturday)

Mit «Enough!?» hat der Vorstand des Designers’ Saturday der 18. Ausgabe ein übergeordnetes Thema vorgegeben. So wird die inhaltliche Prägnanz des Events geschärft. Fordert der Themenrahmen die Aussteller einerseits, gibt er ihnen andererseits gleichzeitig einen grossen Spielraum: «Enough!?» mit Ausrufezeichen und Fragezeichen ist bewusst weit gesteckt und lässt viele verschiedene Zugänge offen. Man kann es als Anspielung auf den Klimawandel lesen, als kritische und differenzierte Bezugnahme auf die voranschreitende Digitalisierung, das Überangebot auf dem Markt oder die diversifizierten Nutzungsausrichtungen von Produkten. Die Deutung bleibt den Ausstellern überlassen und wird auch gewünscht. Zugleich werden die Firmen motiviert, Position zu beziehen und mit ihrer Haltung nicht hinterm Berg zu halten.

Bis zum 18. Designers’ Saturday geht noch mehr als ein Jahr ins Land. Firmen, die 2020 in Langenthal präsent sein möchten, müssen aber 2019 noch handeln: Anmeldeschluss für die Aussteller ist der 15. Dezember dieses Jahres. Einen Platz sichern kann man sich über die Webseite des Designers Saturday.

Vorgestelltes Projekt

Mecanoo

Eurojust (EU agency)

Andere Artikel in dieser Kategorie