Politikum Ozeanium

 Manuel Pestalozzi
4. Januar 2019
Das Projekt der Boltshauser Architekten AG. Bild: nightnurse images
Dicke Luft bei Basels Heuwaage. Dem geplanten Ozeanium ist eine substanzielle Opposition erwachsen. Sie hat erfolgreich das Referendum ergriffen. Abgestimmt wird voraussichtlich diesen Frühling.
Der Wettbewerb für das Aquarium-Gebäude am Nordrand der Altstadt liegt mittlerweile schon gute sieben Jahre zurück: 2012 gewann ihn die Boltshauser Architekten AG aus Zürich. Der zurückhaltende Ausdruck des Entwurfs «Seacliff» entspreche am ehesten dem angestrebten Erscheinungsbild des Zoo Basel in der Öffentlichkeit, meinte damals Juror und Kantonsbaumeister Fritz Schumacher.
 
40 Aquarien mit einem Volumen von insgesamt 4600 Kubikmetern, mehrere tausend Tiere aus allen Klimazonen, darunter Haie, Rochen, Pinguine, Korallen, eine Nutzfläche von 10 000 Quadratmetern – nicht alle waren von diesen Plänen begeistert. Wegen seiner Grösse und der Ausrichtung hat sich Widerstand gegen das Projekt formiert. Die Grünen sowie mehrere Umweltverbände unter der Führung der Fondation Franz Weber, die auch die Hornkuh-Initiative unterstützt hat, bekämpfen das Projekt energisch, wie sogar die NZZ meldete.
 
Das Referendumskomitee sammelte in den letzten Wochen des vergangenen Jahres rund 5000 Unterschriften zusammen, zweieinhalbmal so viele wie benötigt. Voraussichtlich im Frühjahr müssen deshalb die Basler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über das Projekt entscheiden. Schon jetzt zeichne sich ein emotionaler Abstimmungskampf ab, meint die NZZ.
 
Bild: nightnurse images

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