Schiffstation Rüschlikon

Mehr See für Rüschlikon

22. Dezember 2016

Schiffstation Rüschlikon
2016
Rüschlikon

Nutzung
öffentliches Stationshaus

Auftragsart
Wettbewerb auf Einladung

Bauherrschaft
Gemeinde Rüschlikon

Architektur
Naomi Hajnos Architekten ETH/SIA,
Projektleitung: Naomi Hajnos,Vladimir Vlajnic mit Introvigne Rösli Architekten

Fachplaner
Widmer Zimmerei AG, Langnau am Albis ZH
Müller Naturstein am Bau AG, Hinwil ZH

Gesamtkosten BKP 1-9
CHF 480'000

Gebäudevolumen
20 m3

Massgeblich beteiligte Unternehmer
Holzbau, Widmer Zimmerei AG, Langnau am Albis ZH
Steinmetz, Müller Naturstein am Bau AG, Hinwil ZH

Fotos
Vladimir Vlajnic

Naomi Hajnos Architekten haben kürzlich ein öffentliches Stationshaus in Rüschlikon fertiggestellt. Naomi Hajnos stellt sich unseren Fragen.

Stationshaus bei Nacht

Worin liegt das Besondere an dieser Bauaufgabe?
Die neue Anlage bei der Schiffstation sollte für die Gemeinde Rüschlikon zu einem ansprechenden Wahrzeichen werden, das auch für die Bevölkerung identitätsstiftend ist. Teil der Wettbewerbsvorgabe war die Orientierung an der «Rüschliker Rose», die sich im Wappen der Gemeinde befindet.

Platzanlage Schiffstation bei Nacht

Welche Inspirationen liegen diesem Projekt zugrunde?
Von der «Rüschliker Rose» ausgehend entschied sich Hajnos für das Motiv des Seerosenblattes.
Die pflanzliche Inspiration sollte dabei nur subtil durchschimmern; die Form des Blattes bildete die Basis für die Konstruktion, wobei auch funktionale Aspekte im Fokus standen. Die klassische Wartehaustypologie, wie man sie im städtischen Kontext kennt, wurde auf diese Weise neu interpretiert, ohne an Vertrautheit zu verlieren.

Stationshaus beleuchtet von der Seeseite

Wie hat der Ort auf den Entwurf eingewirkt?
Die Wartestation bildet mit dem gegenüberliegenden Wasserspiel eine Schnittstelle zwischen See und Dorf. Sie fungiert als Tor zur Gemeinde und bildet auch für die vom See herkommenden Besucher eine Art Willkommensgruss. Diese dialogische Funktion wird auch im Bau thematisiert. Durch seine Dachauskragung Richtung Schiffsteg wird der Besucher eingeladen, Schutz vor Regen oder Sonne zu suchen. Während sich die Wartestation am Tag diskret in die Umgebung einfügt, leuchtet sie abends einer Laterne gleich und wird dadurch auch zu einem Orientierungspunkt. 

Detailaufnahme Beleuchtung

Beeinflussten aktuelle energetische, konstruktive oder gestalterische Tendenzen das Projekt?
Dank modernster Holzbautechnik und nicht zuletzt dank der Erfahrung von Herrn Heiri Schuler der Firma Widmer Zimmerei AG war es möglich den Entwurf praktisch 1:1 umzusetzen. Genauere technische und konstruktive Angaben sind dem Artikel in der Juli 2016-Ausgabe des Magazins „Wir Holzbauer“ zu entnehmen.

Innenansicht des Stationshauses

Welches Produkt oder Material hat zum Erfolg des vollendeten Bauwerks beigetragen?
Die Holzkonstruktion mit ihrem filigranen Stützenraster nimmt das Motiv des Blattskelettes auf, welches sich auch fein eingemeisselt auf dem Betonboden wiederfindet. Durch ihre Materialisierung in Holz lehnt sich die Station an den Schiffbau an, auch der feine Grünton des lackierten Holzes strahlt etwas Maritimes aus.

Situationsplan Seeuferanlagen Rüschlikon
Grundriss Platzanlage Schiffstation Rüschlikon
Grundriss Stationshaus
Schnitt Stationshaus
Stationshaus Seerose

Schiffstation Rüschlikon
2016
Rüschlikon

Nutzung
öffentliches Stationshaus

Auftragsart
Wettbewerb auf Einladung

Bauherrschaft
Gemeinde Rüschlikon

Architektur
Naomi Hajnos Architekten ETH/SIA,
Projektleitung: Naomi Hajnos,Vladimir Vlajnic mit Introvigne Rösli Architekten

Fachplaner
Widmer Zimmerei AG, Langnau am Albis ZH
Müller Naturstein am Bau AG, Hinwil ZH

Gesamtkosten BKP 1-9
CHF 480'000

Gebäudevolumen
20 m3

Massgeblich beteiligte Unternehmer
Holzbau, Widmer Zimmerei AG, Langnau am Albis ZH
Steinmetz, Müller Naturstein am Bau AG, Hinwil ZH

Fotos
Vladimir Vlajnic

Vorgestelltes Projekt

Kengo Kuma & Associates

V&A Dundee

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