AWZ Neubau geschützte Werk- und Beschäftigungsstätte

Schaufenster der Arbeit

8. Dezember 2016

AWZ Neubau geschützte Werk- und Beschäftigungsstätte
2015

Kleindöttingen

Nutzung
Geschützte Werkstätten für Behinderte

Auftragsart
Wettbewerb Bauherrschaft
AWZ Arbeits- und Wohnzentrum Stiftung für Behinderte, Kleindöttingen, AG 

Architektur
Birchmeier Uhlmann Architekten (Neu BUR Architekten), Zürich, ZH 
PL: Hanna Åkerström 
Beteiligte: Anne Uhlmann, Urs Birchmeier, Hanna Åkerström, Yvonne Meier 

Fachplaner
Landschaft: Kuhn Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich, ZH 
Bauingenieur: Caprez Ingenieure AG, Zürich, ZH 
HLKS: Kalt+Halbeisen Ingenieurbüro, Kleindöttingen, AG 
Elektro: Gutknecht Elektroplanung AG, Au ZH, ZH 
Bauphysik: BWS Bauphysik AG, Winterthur, ZH 

Bauleitung
Schneider Spannagel Architekten AG,  Mike Spannagel, Döttingen, AG 

Gesamtkosten BKP 1-9
15,1 Mio 

Gebäudekosten BKP 2
10,7 Mio 

Gebäudevolumen
18’077 m3 

Fotos
Hannes Henz

Birchmeier Uhlmann Architekten (neu BUR Architekten) haben kürzlich eine Behindertenwerkstatt in Kleindöttingen fertiggestellt. Urs Birchmeier stellt sich unseren Fragen.

Einblick in die Werkstätten

Worin liegt das Besondere an dieser Bauaufgabe? 
Die Herausforderung bei dieser besonderen Bauaufgabe bestand darin, einen offenen Arbeitsort für Menschen mit verschiedenen Einschränkungen zu schaffen, wo deren Selbständigkeit und soziale Interaktion gefördert wird, aber auch die verrichtete Arbeit nach Aussen sichtbar und wertgeschätzt wird.

Die baulichen Anforderungen waren dabei vielfältig: Einerseits helfen klare räumliche Strukturen der Orientierung, andererseits bereichern jedoch eine Vielfalt von Raumstimmungen und Orten den Alltag der Mitarbeitenden. Massgebend für den Betrieb und somit auch für den Entwurf waren immer gut funktionierende Arbeitsabläufe, für welche die Architektur die Hülle bildet.

Halle 1.OG

Welche Inspirationen liegen diesem Projekt zugrunde?
Die Inspiration für diesen Bautypus waren die grossmassstäblichen, blechernen Gewerbehallen welche das Aaretal besiedeln. Dabei interessierte uns insbesondere die Zeichenhaftigkeit der Bauten, welche sinnbildlich «gewerbliche» Arbeit und Produktion verkörpern. Dieser Ausdruck wurde durch verschiede Massnahmen verfeinert: Ein bewegtes, mehrfach geknicktes Dach schafft zum Aussenraum spezifische Situationen und das gelochte vertikale Blech verleiht dem Bau Leichtigkeit und Eleganz.

Korridor vor Beschäftigungsräume 1.OG

Wie hat der Ort auf den Entwurf eingewirkt?
Der Neubau steht im flachen, ehemaligen Schwemmland der Aare in einem stark durchgrünten Quartier. Das mehrheitlich zweigeschossige Gebäude gliedert sich in die Landschaft ein und schafft mit den leicht bewegten Dachflächen eine Analogie zur hügeligen Umgebung und verleiht dem Bau eine angemessene Massstäblichkeit. Die dunkelgrüne Blechverkleidung lässt das Gebäude vor der Baumkulisse verschwinden, verweist jedoch auch auf den Werkstattbetrieb mit den traditionell resedagrünen Verarbeitungsmaschinen.

Durchblick Halle 1.OG

Inwiefern haben Bauherrschaft, Auftraggeber oder die späteren NutzerInnen den Entwurf beeinflusst?
Die Nutzungsspezifische Anforderung an verschiedenartige Flexibilitäten hatten grossen Einfluss auf den Entwurf und die Struktur des Hauses. Das Strukturkonzept mit einer mittigen «dienenden» Zone und den beiden begleitenden äusseren Raumschichten erlaubt eine flexible Zuteilung der verschiedenen Funktionen. Dabei ist die räumliche Flexibilität der beiden erdgeschossigen Werkhallen evident für eine rationelle Auftragsabwicklung der Aufträge. Diese Hallen werden mit «mobilen» Werkstattbüros zoniert, welche je nach Auftragslage verschoben werden können, wobei eine andere Raumkonstellation ermöglicht wird. Im Obergeschoss ist eine Flexibilität im Tagesablauf wichtiger. Die Beschäftigungsräume können je nach Bedarf mit grossen Schiebetüren zusammengelegt oder getrennt werden, je nach Zusammensetzung der Gruppe und Betreuer.

Eingangsfassade

Wie gliedert sich das Gebäude in die Reihe der bestehenden Bauten des Büros ein?
Das Interesse an der Struktur in seiner materiellen Kraft und Ästhetik begleitet uns als Thema schon bei verschiedenen Entwürfen. Angefangen bei der Schulhauserweiterung in Burgdorf (2009), dem Evangelischen Altersheim in Thusis (2012) oder der Schule in Allschwil (2016).

Verbindungstreppe Eingangshalle zu Halle 1.OG
Terrasse 1.OG
Beschäftigungsräume 1.OG

AWZ Neubau geschützte Werk- und Beschäftigungsstätte
2015

Kleindöttingen

Nutzung
Geschützte Werkstätten für Behinderte

Auftragsart
Wettbewerb Bauherrschaft
AWZ Arbeits- und Wohnzentrum Stiftung für Behinderte, Kleindöttingen, AG 

Architektur
Birchmeier Uhlmann Architekten (Neu BUR Architekten), Zürich, ZH 
PL: Hanna Åkerström 
Beteiligte: Anne Uhlmann, Urs Birchmeier, Hanna Åkerström, Yvonne Meier 

Fachplaner
Landschaft: Kuhn Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich, ZH 
Bauingenieur: Caprez Ingenieure AG, Zürich, ZH 
HLKS: Kalt+Halbeisen Ingenieurbüro, Kleindöttingen, AG 
Elektro: Gutknecht Elektroplanung AG, Au ZH, ZH 
Bauphysik: BWS Bauphysik AG, Winterthur, ZH 

Bauleitung
Schneider Spannagel Architekten AG,  Mike Spannagel, Döttingen, AG 

Gesamtkosten BKP 1-9
15,1 Mio 

Gebäudekosten BKP 2
10,7 Mio 

Gebäudevolumen
18’077 m3 

Fotos
Hannes Henz

Vorgestelltes Projekt

Atelier Deshaus

Taizhou Contemporary Art Museum

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