Wohnpavillon mit Aussicht

Wohnpavillon mit Aussicht

Jan Skuratowski Architektur
9. März 2017

Haus M 
2016
Aargau

Nutzung
Einfamilienhaus

Auftragsart
Direktauftrag

Bauherrschaft
Privat

Architektur
Jan Skuratowski Architektur

Fachplaner
Architekt:  Jan Skuratowski Architektur, Basel, BS
Bauingenieur Holzbau: 
Pirmin Jung Ingenieure für Holzbau AG, Rain, LU
Bauingenieur UG:  Ingenieurbüro W. Herzog AG, Möhlin, AG
Bauphysik: Pirmin Jung Büro für Bauphysik AG, Rain, LU

Gebäudevolumen
674 m3

Energiestandard     
Minergie

Massgeblich beteiligte Unternehmer
Baumeister: Wohlwend Baugeschäft AG, Möhlin
Holzbau: Hürzeler Holzbau AG, Magden
Fenster: René Schweizer AG, Münchenstein
Spengler/ Abdichtungen:  Marx A, Muttenz
Rollläden: E. Berger & Co. AG, Basel
Elektro: ekp gmbh, Möhlin
Heizung: R.Häsler AG, Möhlin
Lüftung: R.Häsler AG, Pratteln
Sanitär: Wirthlin Haustechnik AG, Möhlin
Küche: Seipp Wohnen GmbH, Tiengen
Gipser- / Malarbeiten: Grandis & Schreck GmbH, Zeiningen
Metallbau: Jürgen Medam GmbH, Efringen-Kirchen
Innentüren: Hunziker Schreinerei, Schöftland
Schreiner: Hürzeler Holzbau AG, Magden, Schweiz
Parkettböden: Stücker AG, Reinach
Gartenplanung: Hasler Gartenbau GmbH, Zuzgen

Fotos
Simon Menges

Der Architekt Jan Skuratowski stellt sich unseren Fragen zu seiner kürzlich fertiggestellten Villa in Möhlin, Aargau.

Ansicht vom Garten

Worin liegt das Besondere an dieser Bauaufgabe?
Die Herausforderung lag darin, sämtliche Restriktionen (Grenzabstände, Sichtbeziehungen, Brandschutzabstände beim Holzbau) zu umgehen und dabei eine grösstmögliche Grundfläche zu schaffen. Gleichzeitig sollte der Neubau ein guter und fairer Nachbar sein und die Privatsphäre der Eltern des Bauherren (im Bestand gleich nebenan) nicht beeinträchtigen. In der Hierarchie sollte sich der Neubau dem Bestand unterordnen und ist deshalb auf dem Grundstück etwas nach hinten gerückt.

Südfassade – Ansicht vom Nachbargrundstück

Welche Inspirationen liegen diesem Projekt zugrunde?
Der Neubau interpretiert die Gestaltung des Bestands und der Topographie: mittels polygonaler Grundrissform, die dem Hügelverlauf folgt, und expressiv auskragender Geschossplatten, die dem Satteldachrand des benachbarten Hauses ähneln. Haus M wirkt wie ein Pavillon und hat dank dem Flachdach eine grosse begehbare Terrasse, die das kleine Grundstück effektiv erweitert. Die Begrünung der Dächer soll dem Neubau einen lebendigen Charakter verleihen und ihn mit der umgebenden Natur und dem Hügel verknüpfen. Die beiden Bauten unterscheiden sich jedoch in ihrer Dachausformung und betonen damit ihre Eigenständigkeit. Der Neubau wirkt in der eher konservativ bebauten Umgebung als ein „friendly alien“.

Carport und Eingang Bestandsgebäude

Inwiefern haben Bauherrschaft, Auftraggeber oder die späteren NutzerInnen den Entwurf beeinflusst?
Vorgaben des Bauherren standen von Anfang an fest: eine grosszügige Dachterrasse mit einem Wohnbereich, grösstmögliche Transparenz Richtung Tal sowie ein Carport. Der Bauplatz wurde vorher nie richtig benutzt. Dort stand nur ein Geräteschuppen neben einer Linde, die geopfert werden musste - aus dem gefällten Baum wurde eine Sitzbank geschnitzt. Bereits bei der Erstellung des Bestandhauses in den 80er Jahren gab es die Überlegung einen Anbau zu realisieren, Anschlüsse wurden vorgesehen.

Dachterrasse im OG

Gab es bedeutende Projektänderungen vom ersten Entwurf bis zum vollendeten Bauwerk?
Das Flachdach und der polygonale Grundriss haben sich gleich am Anfang für die optimale Ausnutzung des Grundstücks angeboten. Zwischen den beiden Häusern sollte zunächst ein Wintergarten entstehen, der jedoch aus Brandschutzgründen später verworfen wurde. Stattdessen wurde daraus eine Pufferzone zwischen den Bauten – eine begrünte Pergola mit Eingangsbereich, die  beide Häuser trennt und gleichzeitig als Treffpunkt verbindet.

Ess- und Wohnbereich im EG

Beeinflussten aktuelle energetische, konstruktive oder gestalterische Tendenzen das Projekt?
Das Baumaterial Holz liegt im Trend, ist nachhaltig und lebendig. Die Obergeschosse wurden im Werk vorgefertigt und innerhalb von 3 Tagen vor Ort zusammengebaut. Langlebigkeit und Energieeinsparnisse sind dank dem Minergie-Standard zu erwarten.

Treppenraum UG

Welches Produkt oder Material hat zum Erfolg des vollendeten Bauwerks beigetragen?
Die vertikale Stülpschalung aus vorvergrauter Lärche wirkt als Kontrast zu den horizontalen Geschossdecken und gibt der geschlossenen Fassade Plastizität sowie ein spannendes Licht-Schatten-Spiel. Das Material Holz ist als Kontrast zum eher schweren Kalksandstein des Bestands gedacht und soll mittels seiner Natürlichkeit den Neubau in die grüne Umgebung integrieren.

Fassadenfragment mit dem Arbeitszimmer im UG
Situationsplan
Grundriss EG mit Bestand
Längsschnitt A-A’

Haus M 
2016
Aargau

Nutzung
Einfamilienhaus

Auftragsart
Direktauftrag

Bauherrschaft
Privat

Architektur
Jan Skuratowski Architektur

Fachplaner
Architekt:  Jan Skuratowski Architektur, Basel, BS
Bauingenieur Holzbau: 
Pirmin Jung Ingenieure für Holzbau AG, Rain, LU
Bauingenieur UG:  Ingenieurbüro W. Herzog AG, Möhlin, AG
Bauphysik: Pirmin Jung Büro für Bauphysik AG, Rain, LU

Gebäudevolumen
674 m3

Energiestandard     
Minergie

Massgeblich beteiligte Unternehmer
Baumeister: Wohlwend Baugeschäft AG, Möhlin
Holzbau: Hürzeler Holzbau AG, Magden
Fenster: René Schweizer AG, Münchenstein
Spengler/ Abdichtungen:  Marx A, Muttenz
Rollläden: E. Berger & Co. AG, Basel
Elektro: ekp gmbh, Möhlin
Heizung: R.Häsler AG, Möhlin
Lüftung: R.Häsler AG, Pratteln
Sanitär: Wirthlin Haustechnik AG, Möhlin
Küche: Seipp Wohnen GmbH, Tiengen
Gipser- / Malarbeiten: Grandis & Schreck GmbH, Zeiningen
Metallbau: Jürgen Medam GmbH, Efringen-Kirchen
Innentüren: Hunziker Schreinerei, Schöftland
Schreiner: Hürzeler Holzbau AG, Magden, Schweiz
Parkettböden: Stücker AG, Reinach
Gartenplanung: Hasler Gartenbau GmbH, Zuzgen

Fotos
Simon Menges

Vorgestelltes Projekt

Reiulf Ramstad Arkitekter

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