Spreitenbacher Meilensteine

Manuel Pestalozzi
17. Januar 2020
So wird es in Spreitenbach wohl nie aussehen; das geplante Projekt «Neumatt» fand an der Gemeindeversammlung keine Gnade. (Visualisierung: Raumgleiter)

Eine Bremsspur beim Quartier «Neumatt», grünes Licht hingegen für das Projekt «Tivoli Garten» – bei der Verdichtung der Gemeinde Spreitenbach zwischen Zürich und Baden gibt es unterschiedliche Signale.

Das Quartier «Neumatt» hätte südlich und westlich des Shoppingzentrums aus den 1970er-Jahren auf vier Wohnbaufeldern insgesamt rund 600 Wohnungen geboten. Vorgesehen waren zwei Baufelder für Doppelhochhäuser mit je zwei schlanken Gebäuden vor. Eigentümer des Areals ist ein Immobilienfonds der Credit Suisse, die Entwicklung verantwortete Losinger Marazzi. Die Turmprojekte stammen einerseits von einem Team aus Ruprecht Architekten und Hildebrand, andererseits vom Atelier WW, alle aus Zürich. Obwohl schon früh auf den Einbezug von Gemeinde und Bevölkerung gesetzt wurde, fand die notwendige Änderung der Bau- und Nutzungsordnung bei der Spreitenbacher Gemeindeversammlung vom 14. Januar 2020 keine Mehrheit. Es gäbe jetzt noch die Möglichkeit eines Rekurses. Wenn man die Website des Projektes betrachtet, sieht es nicht danach aus, dass sie wahrgenommen wird.

Besser steht es um das Grossprojekt «Tivoli Garten», östlich der gleichnamigen Mall gegenüber des Shoppingzentrums. Dieses Vorhaben der Migros Aare erhielt neulich die Baubewilligung. Auch hier sind Hochhäuser geplant – etwas weniger hohe und weniger schlanke. Die Architektur stammt vom Büro Dachtler Partner aus Zürich. Das Projekt umfasst fünf Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 438 Wohnungen sowie einen Kindergarten, einen OBI-Baumarkt und eine Haltestelle für die Limmattalbahn. Spreitenbach wird sich somit merklich verändern, aber gleichzeitig Spreitenbach bleiben.

Die Überbauung «Tivoli Garten» erhielt anfangs Januar 2020 die Baubewilligung. (Visualisierung: Dachtler Partner)

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